Die "Lokale" - Oktober 2017



Gutes Geld für gute Arbeit - "LZ" Lokale Zeitung / 28. Juni 2017

Der Stadtteiltreff, hier Stephan Hesping und Freiwillige, hilft in vielen Lebenslagen, so auch wie hier beim Musikprogramm des Parkfestes der Vereine. Foto: Helene Braun

Gonsenheim – Der Stadtteiltreff hat die Kampagne „Gutes Geld für Gute Arbeit“ gestartet, um öffentlich deutlich zu machen, wie wichtig die Arbeit der rund 260 Ehrenamtlichen für Gonsenheim ist. Für gute geleistete soziale Arbeit muss auch mehr Förderung von der Stadt Mainz „herausspringen“.

Zum Jahresende laufen nun die bestehenden Förderverträge mit der Stadt Mainz aus und müssen neu verhandelt werden. Um der Kampagne mehr Gewicht zu verleihen, soll sie mit einem Einwohnerantrag in den Mainzer Stadtrat gebracht werden. 2.000 Unterschriften sind dafür erforderlich. Die Lokale fragte nach bei Stephan Hesping, hauptamtlicher Leiter des Stadtteiltreffs.

Die Lokale: Der Stadtteiltreff hat eine Kampagne „Gutes Geld für gute Arbeit“ gestartet. Sieht es mit der Finanzierung schon wieder so schlecht aus?

Stephan Hesping: Ja, leider. Die Spendenbereitschaft für unsere Flüchtlingsarbeit ist eingebrochen. Wir sind zurzeit froh, wenn so viel Geld auf dem Konto ist, dass wir unsere Rechnungen und Löhne bezahlen können. Aber eigentlich ist das Problem mit unserer Finanzierung grundsätzlicher: Seit 19 Jahren hat sich an der Basisfinanzierung der Einrichtung durch die Stadt nichts geändert. Das Projekt wird aber immer größer, mittlerweile 260 Ehrenamtliche. Das ist auch gut so, denn die Gonsenheimer haben durch die vielen Ideen, die im Stadtteiltreff gemeinsam umgesetzt werden, gelernt, dass eine solidarische Gesellschaft, an der alle teilhaben können, möglich ist. Die Stadt müsste diese Arbeitsweise im Sozialraum stärker fördern, denn das rechnet sich.

Die Lokale: Zum Jahresende wird Ihre Förderung durch die Stadt neu verhandelt, gibt es denn da keine Signale in diese Richtung?

Hesping: Die bisherigen Signale sind eher negativ. Deshalb haben wir jetzt einen Einwohnerantrag vorbereitet, 1144 Mainzer haben schon unterschrieben, wir brauchen aber laut Gemeindeordnung 2.000 Unterschriften, damit der Antrag im Mainzer Stadtrat öffentlich behandelt wird. Bis zum Ende der Sommerferien am 14. August wollen wir die Unterschriften zusammen haben und im Rathaus übergeben. Unterschreiben kann jeder, der seinen ersten Wohnsitz in Mainz hat und mindestens 14 Jahre alt ist. Und wir hoffen, dass im Stadtrat erkannt wird, dass der Stadtteiltreff ein Beispiel dafür ist, welche Veränderungen im Sozialraum man mit unserer Arbeitsweise erreichen kann. Und dann mit einer höheren Förderung dafür sorgt, dass diese tolle Entwicklung in Gonsenheim nicht ausgebremst wird. Den Antrag kann man sich einfach unter www.stadtteiltreff-gonsenheim.de als PDF-Datei herunter laden, ausdrucken und Unterschriften sammeln. Wenn viele Menschen mitmachen, schaffen wir das.

Die Lokale: Und wie geht es dann weiter?

Hesping: Zurzeit vereinbaren wir Gesprächstermine mit der Verwaltung und den Ratsfraktionen. Nach den Ferien wollen wir am 26. August den Gonsenheimer Wochenmarkt besuchen, um die Gonsenheimer über unsere Arbeit zu informieren und mehr Vereinsmitglieder, Paten und Spender zu gewinnen. Jeder verlässliche Euro, der zum Beispiel als Jahresbeitrag gezahlt wird, hilft bei der Stabilisierung der Finanzen des Stadtteiltreffs. Vielleicht finden wir auch neue Partner für unsere Arbeit. Wir können doch nicht Ehrenamtliche, die erfolgreiche Projekte aufgebaut haben, nach Hause schicken, weil sich mit einem Thema gerade keine Spenden erzielen lassen! Eine solche Sozialarbeit nach „Marktlage“ kann die Probleme unserer Gesellschaft nicht lösen.

 

Die Fragen stellte Helene Braun.


15 Jahre Zusammenarbeit im Team das ist schon den einen oder anderen Artikel wert! Auch in der "Lokalen" stand ein Bericht über das hauptamtliche Team


Bericht vom "Blickpunkt"

Hier ein Bericht aus dem "Blickpunkt" (Oktober 2016) über unsere Foto-Ausstellung "Alter ist heilig", die vom 7. bis 18. September 2016 in der Josefskapelle in Mainz stattfand.


Die Lokale - Mai 2016


Die Lokale - Mai 2016


Blickpunkt - April 2016


Blickpunkt - November 2015


"Blickpunkt" vom 15. September 2015


Unser neues Projekt "Miteinander Gonsenheim" - Netzwerk für Flüchtlinge


Spende VR-Bank - Die Lokale, 8/2015


5000,- Euro für den Stadtteiltreff


"Sonntags-Café kommt gut an


Mainzer OB Michael Ebling besucht Stadtteiltreff Gonsenheim

Das Dinner für Alltagshelden in der Gonsenheimer Friedenskirche wurde durch das Leitungsteam (v.l.) Colette Smeraldy, Eva Krenz und Stephan Hesping mit der symbolischen Zubereitung eines Stadtteiltreff-Risottos eingeleitet.

 

Von Julia Bernigau

GONSENHEIM - Im Dezember vergangenen Jahres erreichte der Stadtteiltreff Gonsenheim den zweiten Platz des deutschen Bürgerpreises in der Kategorie „Alltagshelden“. Wie die AZ berichtete, konnte sich der Verein gegen einer Konkurrenz aus 2600 Bewerbern durchsetzen. Nach der Siegerehrung in Berlin hatten die Ehrenamtlichen jetzt erneut Grund zum Feiern: Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) besuchte den Stadtteiltreff in der evangelischen Gemeinde und bedankte sich für das Engagement der Helfer. Mit dabei war auch Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU). Das „Dinner für Alltagshelden“ wurde zu Ehren aller Mitglieder veranstaltet. Die drei Hauptamtlichen des Stadtteiltreffs, Colette Smeraldy, Eva Krenz und Stephan Hesping, lieferten das perfekte Rezept für eine erfolgreiche Vereinsarbeit. Symbolisch kochten sie auf der Bühne und fügten jede Menge Zutaten bei. Ideen, Mut, Geduld, Toleranz sind einige Zutaten, die ein Ehrenamtler mit sich bringen muss. Vor allem müsse man Zeit investieren. „Die Auszeichnung ist ein Ansporn, weiterzumachen“, sagt Stephan Hesping.

Der Stadtteiltreff bietet eine Vielzahl an Betreuungen und Veranstaltungen. Neben einer eigenen Zeitung (Elsa-Zeitung) gibt es eine Schülerhilfe und einen Kindernotdienst. Der Treff 50-90 bietet den älteren Generationen eine Anlaufstelle, sogar an Weihnachten ist der Stadtteiltreff für alleinstehende Menschen da.

Während der Elsa-Chor für die musikalische Unterhaltung sorgte, bedankte sich Ebling im Namen der Stadt für so viel Einsatz. Es sei bemerkenswert, wie der Stadtteiltreff verschiedene Generationen zusammenführt. „Bewusst ein Teil der Gesellschaft zu sein und aktiv an dieser mitzuwirken, ist eine sehr wertvolle Arbeit“, sagt Ebling. Durch das vielfältige Angebot des Vereins sei das Wohnviertel um die Elsa-Brändström-Straße eingegliedert worden. Nach seiner Rede bedankte sich Michael Ebling persönlich bei allen anwesenden Helfern.

Mit dem Preisgeld konnte ein Notausgang in einem Kellerraum finanziert werden. Der Raum ist nun für Veranstaltungen nutzbar.

(AZ - 24.01.15, Foto: hbz/Judith Wallerius))

 


Auch im neuen Jahr noch immer aktuell

Hier aus dem "Blickpunkt"


Mainzer Allgemeine Zeitung - "AZ" vom 5. Dezember 2014


Mitschnitt Stadtteiltreff Gonsenheim SWR 4.MP3, Beitrag lief am 3.12.2014 bei SWR 4 RLP und am nächsten Morgen die Regionalnachrichten dazu


Alltagshelden in Mainz: Stadtteiltreff Gonsenheim ist für den Deutschen Bürgerpreis nominiert

Aus der AZ vom 25.11.2014

 

Von Kirsten Strasser

GONSENHEIM - Der Stadtteiltreff Gonsenheim hat gute Chancen, eine große Auszeichnung einzuheimsen: Er ist für den Deutschen Bürgerpreis 2014 nominiert. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Themenschwerpunkt „Vielfalt fördern – Gemeinschaft leben“.

Gesucht wurden Menschen und Projekte, deren Engagement Teilhabe, Toleranz und Akzeptanz fördert und den Gemeinschaftssinn stärkt.

Über 2.600 ehrenamtlich Aktive aus ganz Deutschland haben sich beworben oder wurden vorgeschlagen – das zeigt, dass bereits die Nominierung aller Ehren wert ist. Die Gewinner werden am Mittwoch, 3. Dezember, bei der Preisverleihung im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin bekannt gegeben. Der Stadtteiltreff Gonsenheim in der Elsa-Brändström-Straße, der Elsa, ist in der Kategorie „Alltagshelden“ nominiert. Wer am sozialen und kulturellen Leben teilhabe, erlebe einfach mehr, heißt es in der Begründung der Jury des Deutschen Bürgerpreises.

Dafür sorge in Gonsenheim in einem Wohngebiet, das auf engem Raum etwa 5.000 Menschen aus 80 Nationen beherbergt, der 1998 gegründete Stadtteiltreff. „Hier finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene Teilhabe an gemeinschaftlichen Aktivitäten, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung oder Problemlage und unabhängig von Status, Religion oder sexueller Ausrichtung. Hier geht es um Unterstützung in jeder Lebenslage – und um die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und Solidarität zu erleben.“

„Total Normal“, „Tutti Frutti“ und „Brotkorb“

Weit über 100 Ehrenamtliche bringen sich ein und machen das vielfältige Angebot möglich, etwa die Schülerhilfe oder den Eltern-Kind-Treff. Engagierte geben Musikunterricht, organisieren einen Nähtreff und machen mit beim „Brotkorb“.

Gelebte Inklusion biete „Total Normal“ für Kinder mit und ohne Behinderung; „Tutti Frutti“ wiederum schaffe für Kinder einen sicheren Ort, um Körper, Geist und Seele weiterzuentwickeln, lobt die Jury: „Die starke Bürgerbeteiligung mit seiner hohen Zahl ehrenamtlicher Helfer führt zu einem vielfältigen Angebot mit hoher gesellschaftlicher Relevanz, das Teilhabe und Inklusion sowie das Miteinander vor Ort fördert.“

 


Unsere Nominierung nun auch in der örtlichen Presse

Die Lokale im November 2014


Lob für den Stadtteiltreff - Toller Leserbrief in der AZ

AZ Leser-Forum am 22.10.2014

Erleichterung, Freude-- und ein dickes Dankeschön an "unsere" Ortsvorsteherin Frau Sabine Flegel, die es mit ihren Mitstreitern geschafft hat, unsere "Elsa" wieder mit einem Lebensmittelgeschäft zu versorgen. Erst vor kurzem, als hier im Wildpark-Einkaufszentrum eine Spielhölle etabliert wurde, habe ich mich mit einem Brief an Frau Flegel gewandt. Seit 27 Jahren wohne ich hier in der Elsa und habe den Niedergang unserer Einkaufsmöglichkeiten voll miterlebt, alles, was meine Familie und viele andre seinerzeit bewogen hat ,in diesen Stadtteil zu ziehen, wurde nach und nach regelrecht "demontiert" , der HL-Lebensmittelmarkt wurde als REWE ausgelagert, die Sparkasse ausgesiedelt, der Schleckermarkt musste geschlossen werden. In den letzten Jahren gab es nur noch Leerstände, einen Getränkemarkt, der nie notwendig gewesen wäre, eine Kneipe, und die Spielhölle als Höhepunkt. Dagegen steht eine Institution wie der Stadtteiltreff, der seit Jahren mit sehr engagierten hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern bemüht ist , das Image der "Elsa" gegen jegliche Vorurteile aufzubauen, was beispiellos passiert. All die oben genannten Einrichtungen sind für uns nicht notwendig, aber eine gesunde Lebensmittelversorgung!!!! Da wird das Leben in der "Elsa" nicht nur für junge Familien sondern vor allem auch für uns ältere oder kranke Mitbewohner wieder lebenswert und erleichtert uns den Alltag. Hannelore Knoll, Elsa 1 Dipl.Sozialarbeiterin (FH)


Die Lokale - Ausgabe 7/2014



Bericht der "AZ" (vom 2.6.14) über die Mitgliedervarsammlung

Am 28.5.2014 fand um 19.00 Uhr im Café des Stadtteiltreffs die jährliche Mitgliederversammlung statt.

Die Mainzer "Allgemeine Zeitung" fand dies berichtenswert!