Buchstabenbilder - Ausstellung von Willi Strassel

So haben Sie den Mainzer Dom noch nie gesehen - zusammengesetzt aus lauter Buchstaben! Wenn man genau hinsieht, sind dies die Namen aller Bischöfe, die hier in Mainz „regiert“ haben. Auch den Namen von Kardinal Karl Lehmann kann man in dicken Buchstaben lesen. Oder die Coface Arena, ein Bild nicht nur für die vielen Fußballfans. Hier stehen einfach nur die Worte „Coface“ und „Arena“ abwechselnd neben-, über- oder untereinander und trotzdem kann man sofort das Stadion erkennen. Aus dem Wort „Trinkhalle“ ist eine Trinkhalle enstanden. Ganz fantastisch ist die Darstellung der Mainzer Synagoge mit vielen Sätzen aus der Geschichte der Juden und Wissenswertes über die Synagoge.

Geschaffen hat diese sehenswerten Grafiken oder „Buchstabenbilder“, wie er sie selbst nennt, der 52-jährige Altenpfleger Willi Strassel in seiner Freizeit. Zur Ausstellungseröffnung am 4. September im Stadtteiltreff Gonsenheim waren dann auch einige Kollegen und sogar Bewohner seiner Pflegegruppe aus den Senioren-Wohngemeinschaften St. Rochus in Mombach gekommen. Schon seit ein paar Jahren beschäftigt sich Willi Strassel intensiv damit, Kunst am PC zu erschaffen. Mit Hilfe einiger Computer-Programme hat er diese besondere Art ausgetüfftelt, Gebäude und Gegenstände grafisch darzustellen. „Es ist schon viel Arbeit, eine solche Grafik herzustellen“, bestätigt der Künstler. Etwa einen Monat lang muss er mehrere Stunden am Tag aufbringen, um ein Bild zu kreieren und grafisch ins „rechte Licht“ zu rücken. Aber das hat sich dann auch unbedingt gelohnt, wie die Besucher seiner Ausstellung begeistert feststellten. (CM)