Seelenbilder

Die Künstlerin, Jaqueline Schröder, wohnt seit einigen Jahren in der Elsa und malt seit über 25 Jahren Aquarellbilder, Acrylbilder und Tuschezeichnungen. Seit dem 28. Mai kann man einen Teil ihrer Werke im Café des Stadtteiltreffs Gonsenheim bewundern.

Die gelernte Reprofotografin hat eine Zeit lang in einer Klinik in Bad Nauheim mit kranken Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Aber auch Kindern aus sozial schwachen Familien konnte sie durch das Malen und Ausprobieren mit Farben wieder Selbstvertrauen geben.

Jaqueline Schröder glaubt an Gott und so haben fast alle ihre Bilder einen religiösen Hintergrund. „Ich möchte auch unbedingt den Raum zwischen der hiesigen Welt und der Unendlichkeit aufzeigen“, so die Malerin und deutet auf ein Bild, auf dem man eigentlich erst beim zweiten Hinsehen einen Engel mit großen Flügeln entdecken kann. Ein anderes Bild zeigt eine Frau mit Wasserkrügen. „Das ist die Frau am Jakobsbrunnen in Samaria. Sie hat dort Jesus getroffen und er bat sie um Wasser“, erklärt Frau Schröder und fügt hinzu: „Diese Frau war doch eine Sünderin und trotzdem hat Christus von ihr einen Schluck Wasser erbeten. Das hat mich sehr beeindruckt und ich musste es unbedingt malen!“

Viele ihrer Bilder weisen eine gewisse Traurigkeit aber auch gleichzeitig Trost auf. Sie lässt den Betrachter ihrer Motive wissen, dass alles vergänglich ist, aber sie die Hoffnung nicht aufgibt: Irgendwo, in einer anderen Welt, bei Gott, geht es weiter. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Juli zu den Öffnungszeiten anzusehen. (CM)