Hurra! Wir sind nominiert!

Nominierte für größten bundesweiten Ehrenamtspreis stehen fest – Rund 2.600 Bewerbungen wurden eingereicht – Preisverleihung am

3. Dezember 2014 in Berlin

Deutschlands größter bundesweiter Ehrenamtspreis geht auf die Zielgerade: Die Jury des Deutschen Bürgerpreises hat aus über 2.600 Bewerbungen neun Nominierte für das Finale in den drei Kategorien „U21“, „Alltagshelden“ und „Engagierte Unternehmer“ ausgewählt. Die Preisträgerin oder der Preisträger in der Kategorie „Lebenswerk“ bleibt noch geheim. Die Preisverleihung findet am 3. Dezember 2014 im ZDF-Zollernhof in Berlin statt.

Unter dem Schwerpunktthema „Vielfalt fördern – Gemeinschaft leben“ hat die Jury – die Partner des Deutschen Bürgerpreises und Experten aus dem Ehrenamtsbereich – in diesem Jahr Personen und Projekte gesucht, deren Engagement Teilhabe, Toleranz und Akzeptanz fördert, den Gemeinschaftssinn stärkt und das Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland verbessert. Die Nominierten spiegeln das umfassende Spektrum der eingereichten Bewerbungen wider:

Kategorie U21

Initiative „alleineinboot“, Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) Begegnungstreffen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen organisieren: Die jungen Mitglieder der Initiative „Alle in ein Boot“ fördern aktiv durch Veranstaltungen die Integration der Flüchtlinge vor Ort. Sie organisieren regelmäßig Freizeitangebote rund um Musik, Kunst, Sport und den gemeinsam angelegten Garten. So bauen die Jugendlichen Berührungsängste ab und erleichtern den Flüchtlingen den Einstieg in den deutschen Alltag. Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium – Arbeitsgruppe Asyl, Filderstadt (Baden-Württemberg) Schule kämpft gegen Rassismus und Ausgrenzung: Insgesamt 650 Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums übernehmen gemeinschaftlich Verantwortung für derzeit 140 Asylsuchende in Filderstadt. Jeder Neuankömmling erhält einen Begrüßungskorb mit Geschenken und Nahrungsmitteln. In Lerngruppen bringen die Schülerinnen und Schüler den Asylsuchenden die deutsche Sprache näher und kümmern sich um Sach- und Kleiderspenden. I Have A Dream Group e. V., Kirchlauter (Bayern) Die Welt in vielen kleinen Schritten verändern: 30 Freiwillige der „I Have A Dream Group (IHADG)“ setzen sich mit vielfältigen Aktionen für demokratische Werte und Teilhabe junger Menschen ein, um Gemeinschaft zu fördern, Generationen zu verbinden und Menschen in Not zu helfen. So veranstaltete die IHADG ein bundesweites Fußballturnier unter dem Motto „Tore für Toleranz“ oder sammelte 5.000 Euro, um den Spitalgarten des Seniorenzentrums St. Elisabeth in Ebern zu modernisieren.

Kategorie Alltagshelden

Bürgerinitiative „Glinde gegen rechts“, Glinde (Schleswig-Holstein) Aktiven Widerstand gegen Rechtsextremismus organisieren: Mit diesem Anspruch wurde die Bürgerinitiative „Glinde gegen rechts“ gegründet, in deren Mittelpunkt Aktionen wie Mahnwachen, Unterschriftensammlungen, Lesungen, Fußballturniere „Kicken gegen rechts“ oder auch die Musikveranstaltung „Rock gegen rechts“ gehören. Die Bürgerinitiative ist mit ihren Aktivitäten ein fester Bestandteil der Stadt Glinde. Initiative „Offenes Haus – Offenes Herz“, Markt Schwaben (Bayern) Gleiche Chancen für alle Kinder: Die Mitglieder der Initiative bieten seit 13 Jahren gemeinsam mit Lehrkräften der örtlichen Schulen Unterstützung für alle zugewanderten Familien an. Mütter von Grundschulkindern betreuen regelmäßig Kinder mit Migrationshintergrund in ihrem Zuhause. Die Initiative legt großen Wert auf das Miteinander – so werden gemeinsam kulturelle Feste, Familienbrunches und Kennenlerntreffen organisiert.

Stadtteiltreff Gonsenheim, Mainz-Gonsenheim (Rheinland-Pfalz) Für mehr Vielfalt und Vitalität vor Ort: Mehr als 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger fördern die kulturelle Bildung und Chancengleichheit der Stadtteilbewohner. Seit 1998 können sich alle Generationen nach Interesse und Fähigkeiten einbringen – sei es in Aktivitäten für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung, in regelmäßigen Ausflügen für Senioren oder bei der Ausgabe der Lebensmittel an bedürftige Menschen.

Kategorie Engagierte Unternehmer

Günter Reichert, Asylothek, Nürnberg (Bayern) Bessere Perspektiven für Asylsuchende ermöglichen – das schafft auch bessere Aussichten für die Region, so die Idee des Architekten Günter Reichert, der mit der Asylothek die bundesweit erste Asylbewerberheim-Bibliothek einrichtete. Das Angebot für Asylsuchende aus der Region bietet Möglichkeiten zum Sprach- und Wissenserwerb und vermittelt soziale und gesellschaftliche Werte. Dabei helfen sportliche Aktivitäten und die Einbindung in Gemeinschaftsprojekte. René Mühlroth, Netzwerk Großbeerenstraße e. V., Berlin Keinen Platz lassen für Diskriminierung: Gemeinsam mit rund 1.000 Beschäftigten und 120 Auszubildenden aus 55 Unternehmen bezieht das Netzwerk Stellung gegen Alltagsrassismus und bietet Aktivitäten zum Thema gelebte Vielfalt an. Freiwillige beteiligten sich am Landesprojekt der Initiative „Zerstörte Vielfalt“ und engagierten sich außerdem mit Schülern im Rahmen des Stolpersteinprojekts, das mit kleinen Gedenktafeln in Bürgersteigen an Opfer der Nationalsozialisten erinnert. Matthias Schmitt, SBS GmbH, Andernach (Rheinland-Pfalz) Zurück in die Gesellschaft und ins Arbeitsleben: Matthias Schmitt integriert seit fünf Jahren Drogenabhängige, Langzeitarbeitslose oder Studienabbrecher durch eine firmeninterne Aus- bzw. Weiterbildung in sein Unternehmen. Anschließend beschäftigt er sie weiter – als Hilfsarbeiter oder Bereichsleiter, je nach persönlichen Fähigkeiten.

Der Deutsche Bürgerpreis der Initiative „für mich. für uns. für alle.“ Anerkennung für Engagierte: Die Initiative „für mich. für uns. für alle.“ – 2003 von engagierten Bundestagsabgeordneten, den Sparkassen, den Städten, Landkreisen und Gemeinden ins Leben gerufen – ist ein deutschlandweites Bündnis für bürgerschaftliches Engagement. Der Deutsche Bürgerpreis wird unterstützt vom Online-Engagementnetzwerk Weltbeweger der Stiftung Bürgermut, von der Jugendzeitung YAEZ sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e. V.

Die ausführlichen Portraits der Nominierten sowie weitere Informationen finden Sie unter www.deutscher-buergerpreis/presse.de