Dinner für Alltagshelden

Festlicher Rahmen für die Empfänger des Bürgerpreises

Ein Tisch mit Küchenutensilien stand auf der Bühne und hinter den Töpfen und Schüsseln die drei Hauptamtlichen des Stadtteiltreffs. Sie berieten, welche Zutaten für ein erfolgreiches Projekt in den Topf kommen. Eine Vision kam da hinein, dann fügte jeder eine Reihe feinster Zutaten unter Rühren dazu: von Leidenschaft bis Geduld, Liebe und Zeit. Einem aus den Reihen der Gäste fehlte die Zutat Geld. Nein, diese Zutat hatten sie nicht, und das Fehlen wurde oft beklagt. Damit gelänge es wohl leichter und bei deutlich geringerer Hitze. Am Ende schöpften sie aber doch vor den Augen von Oberbürgermeister Ebling und Ortsvorsteherin Flegel aus einem vollen Topf: Brotkorb, Tutti-Frutti, Schülerhilfe, Musikunterricht, Kindernothilfe, Elsa-Zeitung, Mutter-Kind-Treff, Treff 50-99 und Total normal und da war er immer noch nicht leer. Es würde viele Seiten füllen, den Alltag, die Aufgaben und die Erfolge dieser einzelnen Schöpfungen zu beschreiben. Es lohnt sich aber, sich alle näher anzuschauen. Schließlich kann man es jetzt wörtlich nehmen, dass sie alle miteinander „ausgezeichnet" sind. Denn alles, was da ausgeschöpft wurde, lebt vom unermüdlichen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen, ihrem Reichtum an Ideen und ihrer Freude bei dem, was sie tun.

Eines dieser „Geschöpfe" präsentierte sich auf der Bühne bei dieser Feier am 22. Januar im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde Gonsenheim: der Elsa-Chor. In einem seiner Lieder, einem Protestsong aus den 70ern, forderte er „Aufstehn"! Und eben dieses Aufstehn würdigten in ihren Reden sowohl Oberbürgermeister Ebling als auch der Vorsitzende des Stadtteiltreffs, Pfarrer Nose. Dass hier Menschen die Welt nicht nur vom Sofa aus betrachten, sondern aufstehen, um die Welt ein klein wenig erträglicher zu machen. Alltagshelden eben und damit würdige Empfänger des Deutschen Bürgerpreises 2014.

Am Ende durften sich die Ehrenamtlichen mal zurücklehnen, das Buffet war eröffnet. Da geht noch ein ganz dicker Dank an das Alice-Altenwohnheim und die dortige Küche. Der Elsa-Chor durfte schon beim Weihnachtssingen feststellen, dass dort hervorragend gekocht wird. Jetzt kamen alle Ehrenamtlichen in den Genuss. (RW)

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