Nicht nur Weihnachtliches

Jahreskonzert des ELSA-Chores

Es scheint Tradition zu werden, dass das Jahreskonzert des Elsa-Chores am 4. Adventswochenende stattfindet und wurde diesmal auch dank frühzeitiger Bekanntmachung und ohne Schneeüberraschung sehr gut besucht. Vielleicht hat es sich auch herumgesprochen, dass es, angereichert durch Lesungen, einen abwechslungsreichen Abend beschert. Diesmal war der Chor an diesem 19. Dezember im Kirchenraum der Freien evangelischen Gemeinde Gonsenheim in der Kurt-Schumacher-Straße zu Gast. Im ersten Teil bis zur Pause hörte man ausschließlich weihnachtliche Klänge. Der Chor wurde begleitet von drei Klarinetten-Schülerinnen, einigen Gitarren und am Cajon betätigte sich Simon Downer Parsons. An der Geige tat sich wie immer Mäh hervor, die wieder wie gewohnt gekonnt den Geigenbogen schwang. Durch das Programm führte wie in den vergangenen Jahren Sonja Gotthard auf erfrischende Art und Weise.

Das Konzert wurde mit dem weniger bekannten Weihnachtslied „O Tannenbaum, du trägst ein’ grünen Zweig“ eröffnet. Weitere Lieder waren „Es kommt ein Schiff geladen“, „Maria durch ein Dornwald ging“, „In Dulci Jubilo“ sowie Arrangements von „When Christmas Time is here“ aus dem Film „Single Bells“, von „Fairytale of New York“ der britischen Band „The Pogues“ und als Besonderheit eine Bearbeitung der Arie „Bereite dich, Zion“ aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium. Mir persönlich hat am besten „Adeste Fideles“ in einem Satz von den Prinzen gefallen. Aber alle Lieder wurden mit sehr viel Einfühlungsvermögen des Chores unter Leitung von Stephan Hesping vorgetragen. Zwischen den einzelnen Liedern wurden sehr unterschiedliche Weihnachtsgeschichten von verschiedenen Chormitgliedern vorgelesen, die für Abwechslung sorgten.

Nach einer Pause folgte der weltliche Teil des Konzerts, der nicht minder gekonnt vorgetragen wurde. Nach dem Song „In Dreams“ aus dem Film „Herr der Ringe“ und zwischen weiteren Liedern wie „Riverside“, „All you need is love“ und einer eigenwilligen Bearbeitung von Franz Schuberts „Forelle“ las Horst Wambach (genannt Wambl) aus seinen Patocki-Geschichten, die uns seit einiger Zeit in der ELSA-Zeitung kontinuierlich von Monat zu Monat begleiten und durch ihren lokalen Bezug für Spannung sorgen. Im „Halleluja“ von Leonard Cohen erwies sich Katrin Kexel als souveräne Interpretin, begleitet von einem instrumental geführten Chor. Besondere Beachtung beim Publikum fand das aus den 70er-Jahren stammende Lied „Aufstehen“, welches auch zur heutigen Zeit passt. Viele Leute im Saal folgten dem Aufruf des Liedes und standen spontan auf. Der Vorsitzende des Stadtteiltreffs Andreas Nose richtete zwischendurch einige Worte an das Publikum. Dabei erinnerte man mittels einer Power Point-Präsentation an das vergangene Jahr, u.a. mit Erinnerungen an die Verstorbenen, die dem STG bis zu ihrem Tode beiwohnten. DAS ÜBERAUS sehenswerte und hörenswerte Konzert endete schließlich mit dem Irischen Segen und der Zugabe Viva la Vida. Alle Besucher waren sich einig, dieses Konzert war wieder einmal mehr eines der Höhepunkte des Gonsenheimer Kulturjahres. (VH)