Miteinander Gonsenheim - Netzwerk für Flüchtlinge

Als Träger des Projekts hatte der Stadtteiltreff Gonsenheim am 15. Juni Pressevertreter zu einem Gespräch eingeladen, um das neue Netzwerk für Flüchtlinge vorzustellen. Kooperationspartner dabei sind alle christlichen Gemeinden in Gonsenheim, deren Vertreter ebenfalls erschienen waren. Ziel der Initiative ist es, das Leben der Flüchtlinge zu erleichtern und ihnen zu helfen, sich möglichst schnell und gut in Gonsenheim zu integrieren. Vor allen Dingen brauchen diese Menschen Unterstützung im Alltag, wobei es auch ganz wichtig ist, dass sie die deutsche Sprache recht bald erlernen. Gefördert werden sollen unbedingt auch Begegnungen mit Einheimischen.

Ein Modell, das in Schweden großen Erfolg verbuchen konnte, soll auch bei uns gestartet werden. Die Flüchtlinge haben zwar dort die Sprache des Landes gelernt, hatten aber im täglichen Leben kaum Kontakt zu Einheimischen. Also lud man sie einfach mal zu sich nach Hause ein, um einen persönlichen Kontakt herzustellen. Bei uns könnte es nun auch so laufen, dass Gonsenheimer Familien Flüchtlinge zum Beispiel zum Mittagessen einladen. Bei einem solch zwanglosen Miteinander ließen sich bestimmt gewisse Hemmungen abbauen, deutsche Sprachkenntnisse sicher noch festigen und somit Kontakte zu anderen Familien erleichtern. Auch werden Paten gesucht, die von Anfang an den Flüchtlingen zur Seite stehen. Sie werden vor Beginn ihrer Patenschaft für diese Aufgabe vorbereitet und geschult. Viele der Flüchtlinge sind noch traumatisiert, denn meistens haben sie Schreckliches erlebt. Auch dabei muss beraten und geholfen werden. Aber auch Hilfe zur Selbsthilfe soll angeboten werden. Der Stadtteiltreff Gonsenheim wird Anlaufpunkt für alle Beratungen sein.

Um die Arbeit des neuen Projekts zu unterstützen überbrachte Stephan Adrian von der Stiftung Evangelisches Gonsenheim eine Spende von 3276,19 Euro! Vielen Dank dafür, denn zum Aufbau eines solchen Netzwerks wird natürlich viel Geld benötigt. Aber auch Sachspenden, wie Fahrräder, Möbel oder Kindersachen, und vor allem viele ehrenamtliche Helfer sind von Nöten. Wenn Sie helfen möchten oder sich irgendwie einbringen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Stadtteiltreff oder den christlichen Gemeinden auf. (CM)