Pauken bis zum Abitur

Großer Dank an die Schülerhilfe

Seit vielen Jahren besteht im Stadtteiltreff Gonsenheim von montags bis donnerstags die Möglichkeit, für einen geringen Geldbetrag die Hausaufgabenbetreuung oder den Nachhilfeunterricht zu besuchen. Von der ersten Grundschulklasse bis zur 10. Real- und Gymnasiumsklasse sind alle Altersstufen und Schulformen vertreten. Und so manchem Kind und Jugendlichen gelang es durch diese tolle Unterstützung einen guten Realschulabschluss, das Abitur oder Fachabitur zu machen und nach der 10. Klasse auf ein Wirtschafts- oder Technisches Gymnasium zu wechseln. So auch den vier jungen Männern Walid Jamil (22, aus Afghanistan), Bujar Shala (25, Kosovo-Albaner), Omid Jamil (19, Afghanistan) und Ilias Yahia (18, aus Marokko). Regelmäßig zweimal die Woche kamen die Vier in den vergangenen Jahren zum Lernen in den Stadtteiltreff, Omid schon seit der 1. Klasse. Sie büffelten dann mit den ehrenamtlichen Helfern Deutsch und Englisch, Physik, Chemie und vieles mehr und egal, wo ihre Defizite lagen, was sie vielleicht gerade in der Schule nicht verstanden hatten, sie bekamen hier alles gut erklärt. Bujar und Walid studieren inzwischen und werden bald den Abschluss als Wirtschaftsingenieure besitzen und auch Omid und Ilias haben den Sprung von der Realschule zum Gymnasium geschafft. Sicher mag es Kindern mit Migrationshintergrund etwas schwerer fallen mit dem ganzen Lernpensum Schritt zu halten, aber allen, die vielleicht gerade mal wieder keine Lust aufs Lernen haben und am liebsten alles hinwerfen wollen, möchten diese Vier sagen: „Gebt nicht auf! Denkt an Eure Zukunft und lasst Euer Ziel nicht aus den Augen! Natürlich haben auch wir ab und an Schwierigkeiten gehabt, aber hier im Stadtteiltreff wurde uns immer geholfen! Und dafür möchten wir uns herzlich bedanken bei den netten ,Paukern’ Cornelia Becker, Frau Egger, Christian Hardt und Verena Kallweit. Bis sie das Gymnasium beenden, werden Omid und Ilias weiterhin zur Schülerhilfe kommen und Walid und Bujar wollen dem Stadtteiltreff ebenfalls „treu bleiben“ und immer mal wieder hereinschauen und auch Hilfe anbieten. „Denn ich möchte eine Gegenleistung erbringen für die große Hilfe, die ich hier im Stadtteiltreff erhalten habe! Der Stadtteiltreff ist doch das ,Wahrzeichen’ der Elsa..!“ so Bujar, und die anderen schlossen sich seinen Worten dankbar an! (CM)