Mitgliederversammlung mit Überraschungen

Eine Lesung und eine Verleihung...

Zur seiner alljährlichen Mitgliederversammlung hatte der Verein Stadtteiltreff Gonsenheim fristgerecht zum 7. Juni eingeladen. Auf dem Programm standen die üblichen Tagesordnungspunkte wie der Bericht des Vorstands, die Haushaltsrechnung 2016 sowie der Haushaltsplan 2017, in denen es einiges zu besprechen und zu diskutieren gab. Unter TOP 5 standen Neuwahlen an: Gewählt werden mussten der/die Vorstandsvorsitzende, zwei Stellvertreter*innen und zwei Kassenprüfer*innen. Martin Kinzelbach, der seit 2005 im Vorstand war, stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Einstimmig wurden der evangelische Pfarrer Andreas Nose als Vorstandsvorsitzender, ebenso Dieter Pieroth als Stellvertreter wiedergewählt und als neues Vorstandsmitglied wurde Dr. Sabine Müller-Löw gewählt. Auch die beiden Kassenprüfer Sonja Gotthardt und Wolfgang Ortwein wurden für weitere zwei Jahre gewählt.

Mit einem besonderen Abschiedsgeschenk wurde dann Martin Kinzelbach überrascht. Horst Wambach, der Autor vieler „Patocki-Geschichten“ in der Elsa-Zeitung und des gerade erschienenen Buches „Herr Patocki geht unter Leute“ hatte sich extra eine neue Geschichte mit Herrn Patocki und Herrn K. (Kinzelbach) ausgedacht und las sie der Versammlung vor. Eine wunderbare Hommage an das ausscheidende Vorstandsmitglied. Auch Andreas Nose fand viele lobende Worte für den SPD-Politiker Martin Kinzelbach, „denn er hat die Arbeit des Stadtteiltreffs immer wertgeschätzt", so Pfr. Nose „viel Zeit aufgewendet und sich sehr eingebracht."

Auch die Gonsenheimer Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU) bedankte sich bei Kinzelbach für seine langjährige und mit viel Herzblut ausgeübte Vorstandsarbeit. Als sie dann ihre Rede fortsetzte, gab es für die hauptamtliche Mitarbeiterin Colette Smeraldy eine große Überraschung, denn Frau Flegel überreichte ihr die „Gonsenheimer Nadel" für ihr besonderes langjähriges Engagement. „Sie ist mit ihren vielen Aktivitäten in verschiedenen Gruppen ein richtiges Allround-Talent und Ansprechpartnerin für alle Altersgruppen", sagte Frau Flegel. „Besonders sei auch die von Frau Smeraldy mitbegründete AG Alter und der Treff 50-99 erwähnenswert, genau wie der vor kurzem vorgestellte Seniorenwegweiser von der AG Alter".

Natürlich wurde an diesem Abend auch die prekäre finanzielle Situation des Stadtteiltreffs angesprochen. Man war sich einig, dass für gute geleistete soziale Arbeit auch mehr Förderung von der Stadt Mainz "herausspringen" müsse. Zum Jahresende laufen die bestehenden Förderverträge mit der Stadt Mainz und einigen Sozialverbänden aus. Es sind neue Verhandlungen notwendig und dabei müsse man unbedingt darauf drängen, dass die alten, seit fast 20 Jahren bestehenden Rahmenbedingen angepasst und höhere Zahlungen an den Stadtteiltreff geleistet werden. Es wurde gerade eine Kampagne gestartet, für die noch Vorschläge und Ideen gesammelt werden, wie man mit öffentlich wirksamen Aktionen den Stadtteiltreff bekannter machen und auch neue Mitglieder und Spender gewinnen kann. (CM)

Fotos - Mitgliederversammlung

Wambl liest die Geschichte für Martin Kinzebach

Ortvorsteherin Sabine Flegel verleiht Colette Smeraldy die "Gonsenheimer Nadel"