Flohmarkt, Lesung mit Herrn Patocki, Kunstaktion und viel Musik

Sommerfest im Stadtteiltreff

Bei strahlendem Sonnenschein und mit vielen Besuchern fing am Vormittag der alljährliche Flohmarkt des Stadtteiltreffs Gonsenheim an, Teil des Sommerfestes am 24. Juni. Trotz Johannisfest füllten sich ab 14 Uhr die in der Einkaufspassage aufgestellten Bänke und die Tische füllten sich mit Kaffeebechern und Kuchen vom reichhaltigen Kuchenbüffett. Stephan Hesping vom Stadtteiltreff-Team begrüßte die Gäste und wies auf die ernste finanzielle Lage der Einrichtung hin und den Informationstisch mit den Unterschriftenlisten für die Kampagne „Gutes Geld für gute Arbeit“.

Das Programm begann mit Herrn Patocki, der natürlich nicht fehlen durfte, seit er von Horst Wambach für die Elsa-Zeitung erfunden wurde und nun als Buch vorliegt. Der Autor las zwei Kapitel vor, dazu gab es Musik von den „Freundlichen Nachbarn“ Kathrin und Richard. Der Platz vor der seit Anfang des Jahres geschlossenen Apotheke hat sich als Bühne bewährt. Er füllte sich mit dem Elsa-Chor und dem Orchester immer noch ohne Namen, die fast eine Stunde lang das Publikum begeisterten.

Der letzte Programmpunkt war „Alvester Norfleet“, ein farbiger Bewohner der Elsa, der lässig mit Latino-Charme, rockig und mit ordentlich Soul viele der Anwesenden zum rocken brachte. Es wurde getanzt und gesungen und die Stimmung war so gut, dass man spürte, die Gonsenheimer fühlen sich wohl mit ihrem Stadtteiltreff und können gut zusammen feiern. In dieser tollen Gemeinschaft ist jeder willkommen, es wird nicht viel gefragt, jeder packt an und so gelingt jedes Fest. Das sah man auch an den tollen und leckeren Kuchen und Salatspenden, die für kleines Geld verkauft wurden, aber doch dank der Menge einiges an dringend benötigten Einnahmen brachten, ebenso wie der Flohmarkt. Ein Dankeschön an alle Spender.

Eine außergewöhnliche Attraktion begleitete auf einem Nebenschauplatz den ganzen Nachmittag. Der Künstler Bernd Schneider fertigte Skizzen von strickenden Händen unter dem Vorwand, das Stricken lernen zu wollen. Das Motto lautete: „Schneider.sitz.neben.Strickzeug.“ Zehn, natürlich ausschließlich weibliche, Strickerinnen nahmen nacheinander neben ihm Platz und wurden auf langen Papierstreifen „verewigt“. An einer langen Leine aufgehängt flatterten diese im Wind und konnten käuflich erworben werden.

Die Kinder kamen an diesem Nachmittag nicht zu kurz, von den Betreuerinnen des Kinderangebots „Tutti FruttI“ wurden Wasserspiele, Twister und ein Luftballontanz angeboten. Ein paar Anwohner-Kinder verkauften Wasserbomben gegen eine Spende, was zu einem gut gefüllten Sparschein für den Stadtteiltreff führte. Tolle Aktion, die gerne weitergeführt werden darf. (AW)

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