Deutscher Nachbarschaftspreis 2017 - Wir sind Landessieger


Dr. Thomas de Maizière

Preisverleihung in Berlin

Weil sich jeden Tag in ganz Deutschland Nachbarn für Nachbarn engagieren und somit im Kleinen einen großen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten, hat die nebenan.de Stiftung den Deutschen Nachbarschaftspreis 2017 ins Leben gerufen. Unter 1300 Bewerbungen aus allen Bundesländern wurde unser Stadtteiltreff zum Landessieger von Rheinlandpfalz gewählt. Zur Siegerehrung, am 13. September 2017, fuhren die hauptamtliche Mitarbeiterin Colette Smeraldy und die ehrenamtlich im Stadtteiltreff engagierte Christiane Mertins zusammen nach Berlin. Dort wurden in der ufa-Fabrik die 16 Landessieger vorgestellt und offiziell geehrt. Jeder erhielt eine Urkunde und ein Preisgeld von 2.000 Euro. Anschließend wurden die Namen und Projekte der drei Hauptgewinner - Bundessieger - bekannt gegeben. Bei dieser Veranstaltung war auch der Schirmherr, Innenminister Dr. Thomas de Maizière, anwesend, der den Bundessiegern persönlich gratulierte. Leider hat der Stadtteiltreff keinen Bundessieg errungen, aber auch zum Landessieg erreichten uns viele herzliche Glückwünsche verbunden mit großem Lob für die Arbeit, die wir alle täglich im Stadtteiltreff und somit auch für die Nachbarschaft leisen.


Impressionen - noch ein Erlebnis-Bericht

Zug verpasst
Hotel in Kreuzberg

mein reservierter Platz
Fetsum sorgt für Stimmung

Wenn jemand eine Reise macht, dann gibt es viel zu erzählen!

Alle waren sehr stolz und hoch erfreut, dass der Stadtteiltreff Landessieger beim Deutschen Nachbarschaftspreis geworden ist. Und natürlich waren wir auch eingeladen, den Preis in Berlin abzuholen. Colette Smeraldy und ich waren dazu auserkoren und machten uns dann auch erwartungsvoll am Mittwoch, 13. September, um 7.40 Uhr mit der Deutschen Bahn auf den Weg nach Berlin. Colette hatte den Zug extra für so früh gebucht, damit wir genug Zeit hatten und nicht hetzen mussten. Der Veranstaltungsbeginn in der ufa-Fabrik war offiziell um 15 Uhr vorgesehen, aber für uns Preisträger sollten die Vorbereitungen dort schon um 14 Uhr losgehen. Was immer auch bei der Bahn vorgefallen war, unseren Anschlusszug nach „Erfurt – Berlin“ erreichten wir leider in Frankfurt nicht. Also hieß es schnell umbuchen, dazu aber erst einreihen in eine große Menschenschlange. Endlich Umbuchung, also „Frankfurt-Hannover-Berlin“, bekommen, eilig zum Bahnsteig, in den Zug eingestiegen und gesetzt. Leider hatten wir aber bis Hannover keine Platzreservierung mehr bekommen, und so hieß es dann während der Fahrt doch öfters: „Bitte, den Platz frei machen“ und wir mussten uns nach einem anderen Plätzchen umsehen. Doch endlich waren wir dann etwas genervt und auch verspätet am Berliner Hauptbahnhof angekommen. Deshalb gönnten wir uns ein Taxi zum Hotel. Das Hotel „Transit“ liegt im vierten Stockwerk eines dritten Hinterhauses im Bezirk Kreuzberg und das Zimmer gefiel uns gut. Wir hatten es aber schon wieder eilig, denn wir mussten uns nun frisch machen, umziehen und dann schnell zur Preisverleihung in die ufa-Fabrik fahren. Es war inzwischen 13.30 Uhr! Wieder ein Taxi genommen, das dann allerdings wegen des starken Verkehrs, recht langsam voran kam. Trotzdem kamen wir noch relativ pünktlich zum Veranstaltungsort, wurden herzlich begrüßt und erhielten unser Namensschild zum Anheften an die Kleidung. Spannend wurde es dann auch noch, denn wir mussten warten, bis die BKA-Beamten mit ihren Spürhunden alles abgesucht hatten. Als dann aber der letzte Schäferhund schwanzwedelnd die Bühne verlassen hatte, durften wir in den Saal. Die Stühle waren alle reserviert und für Colette sogar einer in der ersten Reihe. Sie sollte ja für uns den Preis auf der Bühne entgegen nehmen. Ich hatte auch einen schönen Platz bekommen, gleich am Anfang der zweiten Reihe. Die beiden Plätze vor mir waren frei und ich freute mich darüber sehr, denn ich hatte die Aufgabe, für die Zuhausegebliebenen im Stadtteiltreff alles zu filmen und zu fotografieren. So konnte ich dann die Übergabe des Landessiegerpreises an Colette aufnehmen und auch ein kurzes Video drehen vom Auftritt des Sängers Fetsum, der das Publikum mit seiner markanten Stimme begeisterte. Aber dann... setzte sich doch tatsächlich der Schirmherr der Veranstaltung direkt vor mich. Ich kann ja schlecht den Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière antippen und ihn bitten, etwas zur Seite zu rutschen...! Was hätten seine Bodyguards wohl auch dazu gesagt. Seine Aufgabe war es dann aber, später auf die Bühne zu gehen, die drei Bundessieger bekanntzugeben und ihnen zu gratulieren. Prima für mich und meinen Fotoapparat. Noch ein Foto von allen Preisträgern mit ihm und dann war die Veranstaltung vorüber. Am Buffet konnte man sich anschließend stärken und einen guten Tropfen gab es auch.

Am nächsten Tag, nach einem interessanten Workshop in Sachen Nachbarschaftsarbeit, machten sich Colette und ich dann noch auf den Weg zum Brandenburger Tor, spazierten über die bekannte Flaniermeile „Unter den Linden“ und ließen dort unseren Berlinaufenthalt gemütlich im angesagten „Café Einstein“ ausklingen. Auf der Heimreise hatten wir keine Probleme mehr mit der Deutschen Bahn, kamen zwar recht müde aber doch froh über alles Erlebte Donnerstagnacht wieder gut in Mainz an. (CM)

alle Preisträger auf der Bühne