Fastenbrechen mit Linah

Frauennetzwerk im Stadtteiltreff

Linah, das Frauennetzwerk „Gemeinsam leben in Mainz“ wurde 2015 gegründet. Der Verein sieht seine Aufgabe darin, die Frau als Angehörige verschiedener Kulturen, Religionen und Nationalitäten in den Mittelpunkt zu stellen, um dadurch den Abbau von Vorurteilen und Intoleranz zu erreichen und die Frauen zu ermuntern, aktiver mit der näheren Umgebung zu kommunizieren.

Zusammen mit diesem Verein wurde nun im Stadtteiltreff Gonsenheim erstmalig ein Fastenbrechen organisiert. Viele Menschen verbinden den Ramadan mit Essen und Trinken. An diesem Abend wurde man eines Besseren belehrt. Auf der ersten Ebene ist das Ziel der vierwöchigen Fastenzeit die Reinigung des Körpers. Das Fastenbrechen dient dazu, soziale Kontakte und nachbarschaftliche Verhältnisse zu stärken und zu fördern. Die dritte Ebene des Fastens dient dazu sich zu fühlen und in sich zu kehren. Am Ende der Fastenzeit steht das sogenannte Zuckerfest mit Geschenken, man könnte es mit Weihnachten vergleichen. Ausgenommen von der Fastenzeit sind Kinder bis zur Pubertät, Kranke und Frauen in der Schwangerschaft.

Mit viel Liebe und Leidenschaft wurde das Essen für das Fastenbrechen zubereitet. Suppe und Hauptspeise waren sehr lecker und wurden von süßem Gebäck und schwarzem Tee abgerundet. Ein junger Mann, geboren in Deutschland, untermalte den Abend mit Flötenspiel, mit Melodien, die für westliche Ohren fremdartig klangen. Dieses Fastenbrechen am 25. Mai war erstmalig für den Stadtteiltreff, und gleich ca. 50 Menschen, Moslems und Nicht-Moslems, nahmen daran teil. Ich wünsche mir, dass dieses Zeichen von Frieden und Gemeinschaft nicht einmalig und nicht nur in Gonsenheim stattfindet, denn es dient der Völkerverständigung. (IW)