Junge Filmemacher*innen unterwegs

Fotografie und Trickfilm Projekt

So ein Trickfilm ist schön anzusehen, aber es steckt sehr viel Arbeit in der Produktion. Das haben auch 12 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren bei einem Projekt im Stadtteiltreff Gonsenheim, über ein langes Wochenende verteilt, festgestellt. Die Künstlerin Helen Jilavu und die derzeitige Praktikantin im Stadtteiltreff Annika haben das Fotografie- und Trickfilmprojekt geleitet. Insgesamt 20:54 Minuten Filmmaterial sind in drei Tagen harter Arbeit entstanden.

Die Kinder konnten bei der Entwicklung der Kurzfilme ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Von Zeichnungen, über Gegenstände und Spielzeug, bis hin zu Nahrungsmitteln und Aufnahmen von sich selbst wurde viel experimentiert und fotografiert. Die Trickfilme entstanden, indem viele Fotos hintereinander von Bewegungsabläufen gemacht wurden. Eine Legofigur zum Beispiel, die nach vorne läuft, wurde also nicht einfach gefilmt, sondern sie wurde nach jeder Positionsveränderung (um nur wenige Millimeter oder Zentimeter) fotografiert. Bis die Legofigur also 20 cm voran kam wurden sehr viele Bilder gemacht. Diese Bilder wurden dann für den Film in 0,2 Sekunden pro Foto hintereinander abgespielt. Kaum zu glauben also, dass die Kinder über 20 Minuten Filmmaterial produziert haben.

Der gesamte Workshop erfoderte sehr viel Konzentration und sehr viel Kreativität war gefragt. Die jungen Filmemacher*innen haben sich dabei sehr gut geschlagen und tapfer durchgehalten. Man muss sich vorstellen, dass ein Kind teilweise um die hundertmal hintereinander auf den Fotoauslöser drücken musste.

Stolz können die Kinder nun ihren ersten eigenen Film aus den Zusammenschnitten aller Kurzfilme in Form einer DVD in den Händen halten. Auch Ihr seid herzlich eingeladen, am 12. Dezember um 16.00 Uhr mit uns bei einer Tüte Popcorn den Kurz- und Zeichentrickfilm in den Räumlichkeiten des Stadtteiltreffs anzuschauen. (AD)