Ausflug nach Bingen

Mit Treff 50-99 unterwegs

Am 28. Mai 2019 war unser Ziel die Uferpromenade in Bingen. Der Wettergott war uns hold und sieben Sonnen strahlten vom Himmel. In schönster Lage paart sich Gartenkultur mit wunderschönen Aussichten auf den Rhein und das Niederwalddenkmal, das sich über den Weinbergen auf der gegenüberliegenden Rheinseite majestätisch erhebt. Direkt gegenüber erstreckt sich der malerische Ort Rüdesheim. In der Ferne bewundern wir die Ruine Ehrenfels. Und inmitten des Flusses sehen wir den Mäuseturm. Ebenfalls ein geschichtsträchtiger Ort. Die unterschiedlichen und mit viel Phantasie gestalteten Gartenräume sind Kunsträume, Spielräume, Erfahrungsräume, Geschichtsräume und Genussräume, die zum Entdecken einladen. Sie duften, leuchten, klingen, verlocken und bieten auf vielfältige Weise neue Erlebnisse in herrlicher Natur. Die großartig angelegten Blumenbeete mit den verschiedenen farbenprächtigen Blumen sind wunderschön anzuschauen.

Die Verwandlung des ehemaligen Landesgartenschaugeländes zum Kulturufer Bingen bringt ein neues Erscheinungsbild des Ufers zutage, das mit seinen landschaftlichen, architektonischen, gartenbaulichen und kulturellen Attraktionen zu Kultur-, Freizeit- und Landschafts-Genuss einlädt.

Hinter der Gartenanlage entdecken wir den Alten Rheinkran und wir bekommen überraschenderweise sogar umsonst eine Führung und erfahren sehr vieles über diesen Kran. Eine jüngst frei gelegte Inschriftentafel im Fundament des Alten Rheinkrans nennt das Jahr 1487 als Baujahr: Die Anlage ist damit der älteste datierbare Landkran zwischen Mainz und Köln am Rhein. Außer dem Alten Kran war im 16. Jahrhundert mindestens noch ein Schiffskran im Binger Hafen im Einsatz. Wie man uns sagt, wurde der Kran aus dem 15. Jahrhundert im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden vollkommen zerstört und später wieder aufgebaut. Im Inneren des Krans befinden sich zwei große Holzräder durch die der Kran angetrieben wurde. D.h. Männer mussten durch Laufen in den Rädern den Kran antreiben. Bis zum Jahre 1905 war dieser Kran noch in Betrieb. Wie wir erfahren, findet vier Mal im Jahr eine Vorführung statt und jeder der Lust hat darf im Holzrad laufen. Bereits am kommenden Sonntag, 02. Juni, findet eine solche Vorführung statt. Nach der Besichtigung geht es weiter am Rheinufer entlang zum Mittagessen und danach erfolgt der Abschluss bei Kaffee und Kuchen. Es war wieder einmal ein gelungener Ausflug unserer Gruppe. 

(VH)