Elsa-Chor in der Einkaufspassage

Gesangstreffen während der Corona-Zeit

Ja, es gibt den Elsa-Chor noch! Aber in dieser Zeit ist alles ganz anders als gewohnt.

Über ein halbes Jahr hat es wegen Corona keine Chorprobe gegeben und allen war danach, sich endlich mal wieder zu sehen und gemeinsam Musik zu machen. Also hatte der Chorleiter, Stephan Hesping, dazu eingeladen, sich am 22. September um 19 Uhr zu einer Chorprobe mit lockerem Programm zu treffen. Dazu hatten sich 19 gut gelaunte Sängerinnen und Sänger eingefunden, die alle selbstverständlich auch Masken trugen. Natürlich musste das Singen vor dem Stadtteiltreff in der Einkaufspassage stattfinden. Die Stühle wurden nach der neuesten Corona-Verordnung aufgestellt. Auch die Geigerin Mäh war mit dem „Chorhund“ Janusch erschienen und als alle auf ihren Stühlen Platz genommen hatten, durften die Masken abgelegt werden und es konnte endlich los gehen. Lieder wie „Die Gedanken sind frei“, „Freude schöner Götterfunken“ oder „Westerland“ wurden mit Begeisterung gesungen. Und dann hieß es:“Lasst uns jetzt noch einige Weihnachtslieder singen!“ Etwas irritiert schauten sich die Chormitglieder an. Manche hatten gar keine „Weihnachtsnoten“ dabei. Aber dann wurde es allen klar: Heute ist der 22. September, oh jeh, in drei Monaten ist schon Weihnachten. Zwar wurde das übliche Jahresabschluss-Konzert abgesagt, aber der Stadteiltreff überlegt, ob nicht der große Gonsenheimer Adventskalender wieder aufgebaut werden sollte. Und bei der Öffnung der einzelnen Türchen könnte der Chor dann doch das eine oder andere Weihnachtslied erklingen lassen. Also gab es in der Passage auch noch Weihnachtliches wie „Engel auf den Feldern singen“ oder „Mary´s Boychild“ zu hören.

So schön, wie dieses Gesangstreffen auch war, so waren sich am Ende doch alle darüber einig, dass es kein Ersatz für eine echte Chorprobe sein kann. Der aufgezwungene Abstand war ungewohnt. Man konnte seinen Nachbarn nicht einmal mit auf das Liedblatt schauen lassen. „Das müssen wir nicht unbedingt wiederholen“, hieß es und alle hoffen nun auf das nächste Jahr.

Na, dann drücken wir mal die Daumen, dass sich das Virus bald in den Griff bekommen lässt und endlich alles wieder „normal“ wird. (CM)


Chorprobe in der Corona-Zeit

Liebe Sängerinnen und Sänger,

ich würde mich freuen, wenn Ihr zur ersten "Chorprobe" nach der Sommerpause kommt, oder nach den Osterferien, oder zur 2. Chorprobe des Jahres. Vielleicht auch zur letzten Probe, zur Weihnachtsfeier des Chores, zum Jahresabschluss-Event. Keine Ahnung, die Zeit ist völlig verrückt.

Auf jeden Fall freuen wir uns, wenn Ihr

am 22. September um 19 Uhr zum Singen und Zusammentreffen in die Passage vor dem Stadtteiltreff kommt. Bei Regen fällt das Treffen aus. Wenn es kalt ist, zieht Euch warm an! Taschenlampe wäre auch gut, ab 20.15 Uhr wird es langsam dunkel! Packt alle Noten ein, die Ihr vom Elsa-Chor habt, wir singen, worauf wir Lust haben und wenn wir keine Noten haben, erinnern wir uns an die Melodie und lassen den Text weg, egal. Alle kommen bitte mit Maske, wenn man sitzt, kann man sie abnehmen. Ansonsten halten wir 1,5 Meter Abstand und beim Singen 2. Darüber, ob ich die Abstandsregel zum Dirigenten von 6 Metern der Hygieneverordnung für Rheinland-Pfälzische Chöre übel nehmen soll, denke ich noch nach. Warum die Dirigenten? Bin ich so gefährlich? Ist bei mir verstärkter Ausstoß von Aerosolen zu beobachten?

Viele Chöre haben begonnen, Proben auf Abstand stattfinden zu lassen. Im Freien, in Kirchen und vielleicht würde ich auch einen Kirchenraum bekommen für uns. Wenn ich aber die Berichte so höre, überzeugt mich das so gar nicht. Man hat nicht die vertrauten Sänger*innen neben sich, man hört sich schlecht, man darf dann nicht in der vertrauten Enge beieinander sein. Ich habe mich vorerst gegen eine solche Variante entschieden. Ich möchte mir nicht mit einem halbgaren Versuch, mit dem wir auch nicht das finden werden, was wir am Elsa-Chor alle schätzen, auch noch die Erinnerung an das kaputt machen, was wir sind. Eine Gemeinschaft, die sich umarmt, unterharkt und nah beieinander ist. "Nah bei den Menschen und Mittendrin", Ihr erinnert Euch. Also, treffen wir uns einmal auf Abstand an dem Abend (und wem das zu riskant ist, der/die bleibt bitte zu Hause und macht sich darüber keinen Kopf, das ist völlig in Ordnung), machen wir es uns schön, so gut, wie es geht und die Frage von regelmäßigen Proben und das "Wie" verschieben wir auf das neue Jahr.

Unser Chorwochenende und Konzert habe ich abgesagt.

Es grüßt ganz herzlich mit 6 Metern Sicherheitsabstand

Euer Chorleiter,

Stephan