Die Kinderwerkstatt

Das neue Kinderangebot im Stadtteiltreff

Freudig strahlend strömen die Kinder am Montag um 15 Uhr in den Kinder- und Jugendraum im Stadtteiltreff, wenn Sinem Dagli ihnen die Tür öffnet. Denn seit Anfang September gibt es ein neues Angebot für Kinder im Stadtteiltreff: Die Kinderwerkstatt.

Das frühere Kinderangebot Tutti Frutti konnte während des Lockdowns im Frühjahr nicht weitergeführt werden und Sinem Dagli, die seit Juni im Stadtteiltreff für den Bereich Kinder und Jugend zuständig ist, entschied sich, ein ganz neues Projekt zu starten. „Aufgrund der Pandemie, müssen wir unsere Gruppe leider klein halten und die Teilnehmerzahl begrenzen. Dennoch bin ich sehr glücklich darüber, dass wir aus der herausfordernden Situation das beste herausholen", meint sie.

Die Kinder halten sich gut an die Regeln der Kinderwerkstatt: Bevor die Kinder Platz nehmen dürfen, waschen sie sich erst mal nacheinander die Hände und erst auf ihrem Platz dürfen sie ihre Masken abnehmen.

Tatkräftige Unterstützung erhält sie von den beiden Ehrenamtlichen Elisa und Eugen, die viel Spaß an der Arbeit mit den Kindern haben. Darüber freut sich Sinem: „Ich bin dankbar für mein Team, in dem ich mit begeisterten, inspirierenden Menschen arbeiten darf".

Auch Eugen spricht begeistert von der Kinderwerkstatt: „Die Arbeit mit Kindern ist für mich wie gemeinsames Segeln auf dem Jungbrunnen. Ich fühle mich jedes Mal verjüngt, wenn ich, als Teil eines großartigen Teams, Kinder verschiedener Kulturen bei ihren gemeinsamen kreativen Projekten unterstützen darf."

Gelegentlich hilft auch Jenny, die im Moment ihr studentisches Praktikum im Stadtteiltreff macht, in der Kinderwerkstatt aus. „Wenn man Kindern etwas Neues zeigt, lernt man selbst auch so viel Neues", findet sie.

In den Herbstferien war es leider nicht mehr möglich, die Angebote drinnen stattfinden zu lassen. Stattdessen bereiteten die Betreuer in der ersten Woche Spiele vor, die man draußen und auch mit Abstand spielen konnte. Es wurde viel gehüpft, geklatscht und gelacht. In der zweiten Woche fand eine schöne Schnitzeljagd mit Rätseln durch den Gonsenheimer Wald und den Gonsenheimer Sand statt.

Aber schon davor, als das Angebot noch drinnen stattfand, haben sich die Betreuer viel Spannendes und Kreatives für die Kinder überlegt. Es wurden Traumfänger gebastelt und an einem anderen Montag haben die Kinder mehr über den oder die Straßenkünstler*in Banksy erfahren und auch selbst mit Schablonen die Kunstform nachgeahmt. Die Kinder waren begeistert.

Auch die Spiele am Anfang und Ende des Nachmittags werden stets mit Begeisterung aufgenommen. Die Kinder freuen sich auch auf den Nachmittag, bei dem sie auch stets selbst aktiv werden können.

Sinem blickt positiv auf den bisherigen Verlauf des Angebots: „Ich bin dankbar und glücklich über jedes Kind, das so neugierig und interessiert, mit uns gemeinsam jeden Montag unsere Angebote mitgestaltet. Die Kinderwerkstatt ist für mich eine Abenteuerreise, die ich immer wieder gerne antrete. Ich lerne vieles von den Kindern und erlebe unvergessliche Momente.“