Kampagne „Totalausfall"

Freies und stabiles Internet für die Gemeinschaftsunterkünfte der Geflüchteten

Wie wäre eine Postkarte an den Mainzer Oberbürgermeister

Corona macht uns allen zu schaffen, aber einige Menschen trifft es besonders hart. Zum Beispiel die geflüchteten Menschen, die in einer der Gemeinschaftsunterkünfte leben, zum Beispiel bei uns in Gonsenheim in der Housing Area. Schon seit dem Lockdown-Light dürfen unsere Ehrenamtlichen von Miteinander Gonsenheim, dem Flüchtlingsnetzwerk des Stadtteiltreffs und der Kirchen, nicht mehr hinein in die Housing Area wegen Corona. Wo unsereins auf Telefon und Internet zurückgreift, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, ist in der Housing Area „Totalausfall“, kein freies Internet, dabei wäre das so einfach. Laut Freifunk Mainz braucht es nur einige DSL-Anschlüsse und einige Verstärker, um freies Internet auf dem Gelände für alle zugänglich zu machen. Aber bisher wird nur geredet, dabei müsste dringend gehandelt werden. Seit Januar ist der Unterricht in den Schulen digital, Kinder aus der Housing Area können nicht am Unterricht teilhaben.

Der Mainzer Flüchtlingsrat ruft jetzt zu einer Postkartenaktion auf. Die Forderung hat der Zusammenschluss aus Mainzer Flüchtlingsinitiativen schon seit 5 Jahren an die Stadt, allein der Wille zur Durchsetzung dieser Forderung scheint zu fehlen. Die Stadt schiebt die Schuld auf die Betreuungsorganisationen, die schieben die Schuld auf die Wohnbau, im Rathaus sei man seit Dezember am Prüfen. Ja, meine Herren (und vielleicht auch einige Damen): Seit wann ist denn Corona? Warum ist das Thema nicht im Frühjahr erledigt worden?

Schreiben Sie eine Postkarte an den Mainzer Oberbürgermeister. Eine Postkarte und welche für Ihre Freunde und Bekannten kann man ab sofort im Stadtteiltreff kontaktlos mitnehmen! Organisationen können auch größere Mengen mitnehmen, immer montags von 14 bis 17 Uhr ist jemand da, bitte vorsprechen. Es muss jetzt dafür gesorgt werden, dass alle Geflüchteten in Unterkünften einen stabilen und freien Internetzugang bekommen, sofort! In Corona-Zeiten ist digitale Teilhabe ein Menschenrecht. Machen Sie mit, diesen Zustand muss der Oberbürgermeister beenden, sofort!

Und ja, danach geht es weiter. Es stellt sich die Frage, wie es mit digitalen Endgeräten aussieht, für Geflüchtete, aber eben auch für alle Menschen, die in Armut leben. Digitale Lernplattformen, dass die vielen Ehrenamtlichen zumindest auf diesem Weg wieder helfen können. UND: Die Entscheidung, Ehrenamtlichen grundsätzlich den Zugang in die Unterkünfte zu verwehren, ist neu zu prüfen. Als Stadtteiltreff machen wir zur Zeit auch nicht alles, klar gibt es zur Zeit keinen Chor und kein Kaffeekränzchen. Aber wir beraten in Notlagen, der Brotkorb verteilt Lebensmittel, die Kinder und Familien werden von uns unterstützt. Das alles ist erlaubt, auch wir lesen jede Landesverordnung und verhalten uns verantwortungsbewusst, auch unsere Ehrenamtlichen. Dieses Verbot der Stadt ist unangemessen und undifferenziert und gehört auf den Prüfstand! (Hes)

 

Hier kann man sich die Postkarte herunterladen.

 

Und hier noch ein Link zum SWR, der über die Situation berichtet hat: "Schlechtes WLAN in den Unterkünften - Schüler aus Mainzer Flüchtlingsheimen abgehängt"

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/kein-wlan-in-fluechtlingsunterkunft-mainz-100.html

 

Hier noch ein Link zu dem Artikel "Digitale Teilhabe ist ein Menschenrecht" vom Mainzer Flüchtlingsrat in der AZ (vom 29.1.2021)  hier.

 

 


Liebe emphatische Mitbürger*innen,

es gibt 3 Möglichkeiten unsere Postkartenaktion zu unterstützen, die da wären:

Methode traditional: Du besorgst Dir eine unserer Postkarten z.B. im Stadtteiltreff Gonsenheim oder im Cardabela Buchladen. Dann klebst Du eine 60-ct-Briefmarke auf das vorgesehene Feld oben rechts und suchst Dir einen Briefkasten, und ab damit.

 

Methode copy `n` past: Du speicherst die Grafik ab und schreibst eine E-Mail an: oberbuergermeister(at)stadt.mainz.de

mit folgendem Text:

 

KampagneTotalausfall: Für ein freies Internet in allen Mainzer Flüchtlingsunterkünften

Ich fordere daher mit dem Mainzer Flüchtlingsrat, alle Gemeinschaftsunterkünfte mit freiem, leistungsfähigem Internet zu versorgen. Die Stadt darf die Verantwortung hier nicht auf andere schieben. [Euer Name, am besten mit postalischer Adresse]. Jetzt fügt Ihr noch die Grafik hinzu [meistens mit dem Symbol Briefklammer] Fertig. natürlich könnt Ihr den Text noch ergänzen oder etwas eigenes schreiben.

 

Methode DIY as before: Das ist die kniffligste Methode. Du lädst Dir das PDF runter. Jetzt kommt es darauf an, was Dein Drucker so kann. Es gibt welche, die können Blankopostkarten (DIN A 6) problemlos doppelseitig bedrucken, dann bist Du fein raus. Alle anderen müssen jetzt wahrscheinlich ein wenig experimentieren bis sie die Vorderseite deckungsgleich auf der Rückseite gedruckt haben.

Fast schon einfacher ist es da, beide Seite einzeln auszudrucken, auszuschneiden und dann mit dem allzeit beliebten Klebestift [ich nenne keine Namen] zusammen zukleben. Wie es dann weitergeht, ahnst Du schon, wenn Du Dir unsicher bist, schau bitte bei der ersten Methode vorbei.

Viele Dank für Deinen Einsatz

der Flüchtlingsrat Mainz