Ein neuer Dienst hilft Gonsenheimer Familien

Zertifikatsübergabe an die Betreuerinnen

Der Kindernotdienst wurde nach den Osterferien 2011 gestartet. Vorangegangen war eine Vorbereitungsphase von mehr als einem Jahr.

Die Idee für einen Kindernotdienst wurde im Caritasausschuss der Gemeinde St. Stephan auf Initiative des Diakons der Gemeinde entwickelt. Da es immer mehr Alleinerziehende gibt, die Unterstützung benötigen sowie immer mehr Familien, die aus beruflichen Gründen den Wohn­ort wechseln müssen und am neuen Wohnort nicht über entsprechende Netzwerke verfügen, war es das Ziel, einen Dienst aufzubauen, der ehrenamtliche Betreuung der Kinder dann anbietet, wenn die Betreuung sonst nicht gewährleistet wäre.

Als Träger des Dienstes konnten die christlichen Gemeinden von Gonsenheim gewonnen werden. Der Rechtsträger des Dienstes ist der Stadtteiltreff Gonsenheim.

Eine intensive Vorbereitung der Kooperationsvereinbarung und der Versicherungsfragen war erforderlich. Dann wurden in den Gemeinden und im Stadtteiltreff Menschen gesucht, die in diesem Dienst mitarbeiten wollen. Im Frühjahr 2011 wurden sie an vier Abenden auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Der Auswahl der Mitarbeiter geht eine intensive Prüfung voraus. So muss jede/r MitarbeiterIn einer der beteiligten Organisationen persönlich bekannt sein, man musste an den Schulungen und Mitarbeitertreffen teilnehmen und das Leitungsgremium nimmt sich die Möglichkeit heraus, interessierten Personen den Zugang zum Dienst zu verweigern. Ein polizeiliches Führungszeugnis muss von allen Mitarbeitern vorgelegt werden.

Die Anfragen kamen anfangs nur langsam in Gang, aber sie kamen. Entgegen unserer Annahme, dass es sich vor allem um einmalige Betreuungen handelt, benötigen die Familien meist eine Betreuung über einen längeren Zeitraum. Derzeit sind 18 Frauen im Dienst tätig, die Fälle haben soweit zugenommen, dass wir nur in Gonsenheim tätig sein können.