Neue Töne beim Elsa-Chor

Kein Chor ist so gut, dass er nicht noch besser werden könnte. Deshalb haben wir auch sofort zugestimmt, als unser Chorleiter Stephan Hesping den Vorschlag machte, unsere wöchentlichen Chorproben eine Zeit lang durch professionelle Tipps und Übungen zu bereichern. Seit Anfang des Jahres werden wir nun von Esther Steinborn gesanglich geschult.

Erst einmal bittet uns die 29-jährige Gesangpädagogin aufzustehen und Lockerungsübungen zu machen, die uns schon richtig Spaß machen. Wir sollen zunächst den ganzen Körper, Arme und Beine, von oben bis unten abklopfen, um die Muskeln zu lockern. Dann zeigt sie uns Dehnübungen. Ein bisschen hat man dabei schon das Gefühl, sich gerade in Behandlung bei einer Physiotherapeutin zu befinden: Der Kopf wird zur linken Seite geneigt, der linke Arm soll über den Kopf auf das rechte Ohr gelegt und dabei die Halsmuskulatur ordentlich gedehnt werden – das alles hilft, um frei zu werden für den Gesang. Aha..! Nun ist endlich die Stimme dran: Wewewe, sesese, jahaha, jahaha, jojojo… und das die Tonleiter immer rauf und runter, begleitet von Esther am Klavier. Dabei kommt auch das besondere Atmen nicht zu kurz, denn das ist ganz wichtig für richtig guten Gesang. Also werden wir gebeten, tief Luft zu holen und dann die Luft aus allen Gängen im Kopf und der Nase wieder heraus zu lassen. Der Eine oder Andere von uns wusste sicher vorher nicht einmal, dass er „Gänge“ im Kopf hat, aus denen man Luft ablassen kann. „Den Mund bitte weit öffnen, damit die Töne nicht heraus gequetscht werden“, ermuntert uns Esther noch und singt uns schon einige „nenenene“ und „nononon“ vor, die wir dann auch gleich nachsingen.

Doch dann geht es endlich los mit der Einstudierung des neuen Liedes „La Nuit“. Es ist in französischer Sprache und viele werden es aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ kennen. Wenn Esther die Melodie mit ihrer tollen ausgebildeten Stimme vorsingt, hört sich das klasse an und ihre Gesten wirken wie bei einer Opernsängerin. Auch wir geben unser Bestes. Naja, so richtig will es noch nicht. Da muss noch viel geübt werden. Aber ab und an hören wir ein Lob von der Meisterin: „Oh ja, das war schon ziemlich gut“, sagt sie dann und das lässt uns hoffen, dass wir dieses Lied doch noch irgendwann richtig gut singen und schönen Applaus bekommen werden. Dank Esther Steinborn wird der Elsa-Chor recht viel dazu lernen, was in den nächsten Konzerten unter Beweis zu stellen sein wird. Freuen Sie sich drauf! (CM)