Aufstehn! Los Geht's!


Elsa-Chor-Wochenende in Sosberg

Aufstehn! Los geht’s in den Hunsrück. Keiner kennt den Ort, niemand hat bisher den Namen gehört. Bis auf Navy, diese weltgewandte Frau mit der warmen Stimme, die in den Smartphones der Beifahrer beheimatet ist. Zielsicher führt sie alle über die Straßen. Bald nähert man sich der Ortschaft. Ein riesiger Windpark lässt vermuten, alles in der Gegenwart, fest verankert in der Zukunft. Die Windkrafträder zwischen herbstlich gefärbten Hügeln, moderne Romantik. Ganz so wirkt dann auch der Zielort. Stattliche Villen neben prächtigem Fachwerk und doch wirkt alles so, als sei die Zeit stehen geblieben. Selbst auf dem Fahnenmast neben einem Haus an der Kirche hängt noch die alte Reichsfahne, als sei die Zivilisation spurlos am Ort vorbeigegangen. Abgeschieden von jeglichem Lärm der Umwelt, nur der Wiedehopf lässt von sich hören, kann man sich hier nun auf das Wesentliche konzentrieren. 

Das Wesentliche war ein „Chor-Arbeits-Wochenende“ mit vielen Liedern, die für das geplante Konzert am 19. Dezember noch immer nicht richtig „sitzen“. Also lautete die Devise: üben, üben, üben!

Das Gästehaus hatte zum Empfang der Sangesfreunde die Tische im Speiseraum einladend gedeckt und so konnten sich die erschöpften Chormitglieder erst einmal von der Fahrt erholen. Aber dann hieß es wieder „Aufstehn“, denn Chorleiter Stephan kannte kein Pardon. Der Plan musste erfüllt und die Lieder geprobt werden. Auch seine Gitarre, Mäh mit ihrer Geige und das Stimmwunder Janosch, der Chorhund, kamen dabei zum Einsatz. Und wenn der Elsa-Chor erst einmal Blut geleckt, oh sorry, ich meine natürlich Wein oder „Hugo“ getrunken hat, dann ist er nicht mehr zu stoppen. So konnte man ihn auch noch spät abends an Tischen sitzend, mit vielen Leckereien vor sich, lustige Lieder trällern hören. Zum Abschluss eines solchen Abends gehört dann unbedingt das Spiel des „Werwolfs“. Nicht alle hielten so lange durch, die Letzten kamen wohl erst ins Bett, als sich die echten Werwölfe längst wieder in die Wälder von Sosberg zurückgezogen hatten.

Aufstehn! Los geht’s zum Frühstück und dann in den Probenraum! An diesem Morgen war das für einige doch noch recht früh. Trotzdem fehlte niemand bei der Chorarbeit. Singen macht eben Spaß - so heißt nicht nur ein Lied des Elsa-Chors. (RW + CM)