Schüler oder Meister?

Ausstellung im Stadtteiltreff

Bilder wie sie das Leben malt - so würde Johannes Schüler seine Kunst wohl auch beschreiben. Menschen haben es ihm angetan, er hat sie genau beobachtet, aber auch mystische Wesen, farbenfroh dargestellt: Die Farbenlehre Goethes hat er genau studiert und in seinen Werken eingesetzt. Natürlich ist er inzwischen nicht mehr Schüler, sondern Meister!

Dazu kommen die Gedichte und Texte, in der Ausstellung fein säuberlich, mit künstlerischem Duktus aufgeschrieben, bei der Vernissage am 19. Oktober humorvoll und ausdrucksstark rezitiert. „Aquarelle, Gedichte, Gedankenwelten“ hat er seine Ausstellung genannt. Der sehr genaue, leicht introvertierte, aber höchst freundliche Künstler ist natürlich in Mainz geboren und mittlerweile Gonsenheimer. Zumindest zur Hälfte. Denn es gibt eine Kuriosität auf seinem Grundstück, da seine Gartenlaube genau genommen zu Finthen gehört, während sein Haus klar in Gonsenheim steht.

Das Malen betreibt er schon seit Kindertagen, mit dem späteren Berufswunsch der Glasmalerei. Dazu kam es leider nicht. Aber er studierte immerhin Grafik und Malerei und durfte auch in einem Glasmalerbetrieb mitarbeiten, wenn auch leider nicht als Maler, sondern als Grafiker. Das Malen ließ er sich dennoch nicht nehmen, und dieser Leidenschaft geht er bis heute nach.

Stephan Hesping vom Stadtteiltreff Gonsenheim benannte seine Bilder „von unglaublicher Tiefe und Klarheit“. An der Gesprächsrunde mit dem Künstler beteiligten sich auch die zahlreichen Besucher. Die Ausstellung wird noch bis zum 21. November zu sehen sein zu den Öffnungszeiten des Stadtteiltreff-Cafés montags bis donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Die Bilder sind auch zu erwerben, eine Preisliste liegt aus. (OW)

Einführung in Goethes Farbenlehre anhand anschaulicher Experimente. Mit Johannes Schüler, am Sonntag, 19.11.2017, von 14 - 16 Uhr.

Aquarelle von Johannes Schüler - Ausstellungseröffnung