Besuch der Fasanerie

Treff 50 - 99 unterwegs

Ein wunderschöner Herbsttag mit sommerlichen Temperaturen lud geradezu ein zu unserem Ausflug in die Fasanerie in Wiesbaden. Wir fuhren um 13 Uhr vom Stadtteiltreff aus mit zwei Pkws los. Nach ca. einer halben Stunde hatten wir das Ziel erreicht.

DAS ursprüngliche Gehege für fürstliche Jagden ist heute ein beliebtes Ausflugsziel, natürlich besonders für Familien mit Kindern. Von 1954 bis 1956 hat die Stadt Wiesbaden das Gehege zu einem Tierpark umgebaut. In naturnaher Umgebung begegnen wir hier einheimischen Tierarten wie Luchsen und Wisenten, die in den vergangenen Jahrzehnten aus unserer direkten Nachbarschaft verschwunden sind. Gleich am Anfang des vorgegebenen Rundwegs kamen wir zum Fuchsgehege, wo sich Meister Isegrim vor unseren Augen tummelte. Leider war der Zugang zu den Bärengehegen wegen Instandhaltungsarbeiten an der Holzbrücke geschlossen. Wir sahen dennoch in etwa 200m Entfernung hinter einem hohen Zaun einen Braunbären beim Futtern.

Auch das Wolfsgehege schien verwaist oder die Tiere hatten sich im Dickicht versteckt. Die Wildschweine waren offenbar wegen der Gefahr der Schweinepest ausgelagert, sodass auch sie nicht zu sehen waren. Dafür bekam man jede Menge Wild zu sehen, Rehe und Hirsche und auch Wisente standen auf den Wiesen. In der Fasanerie leben derzeit acht Wisente, darunter ein Bulle, fünf Kühe und zwei Kälber. Weiter führte uns nun der Rundweg zu den niedlichen Ottern, die sofort an den Zaun gerannt kamen, da sie offensichtlich dachten, dass wir etwas zum Knabbern dabei haben. Auch Wasservögel und zwei Störche waren zu bewundern.

Schließlich kamen wir an ein kleines Gehege, wo sich neben dem Pfau noch Gänse und Enten und vor allem der Fasan befinden, der dieser Anlage seinen Namen gab. Leider war der Pfau nicht gewillt, seine Farbenpracht durch ein Rad zur Schau zu stellen. Nicht nur die Tiere galt es zu beobachten, sondern wir bestaunten auch Kaukasustannen sowie nordamerikanische Mammutbäume.

Nach etwa zwei Stunden verließen wir diesen wirklich sehenswerten Tierpark, der von der Stadt Wiesbaden betrieben wird. Der Eintritt ist übrigens frei. Zum Abschluss genossen wir auf der Terrasse des Jagdschlosses Fasanerie die Herbstsonne bei Kaffee, Weißbier, Apfelmost und Kuchen. (VH)