SWR dreht Reportage in unserem Wohngebiet

SWR auch bei uns im Stadtteiltreff

Drei Wochen lang traf man im Oktober ständig ein Kamerateam im Stadtteiltreff an, Dreharbeiten für eine Dokumentation über unser Wohngebiet. Die Redakteurin Kira durften wir schon vor den Sommerferien kennenlernen, als sie mit viel Zeit und Geduld den Stadtteiltreff und die Menschen hier kennenlernte. Sie hat ein Jahr lang ihr Volontariat beim SWR gemacht und die Reportage ist quasi der krönende Abschluss. In dem Film beschäftigt sie sich damit, was man tun muss, damit das Zusammenleben in einem solchen Gebiet gelingt. Einige Personen werden vorgestellt, die man als Macher bezeichnen kann, unterwegs für gute Nachbarschaft. Und der Stadtteiltreff steht natürlich im Mittelpunkt der Sendung, mit all seinen Angeboten und Hilfestellungen für die Menschen.

So ziemlich alles wurde gedreht, was bei uns so passiert: der Café-Betrieb, die Beratungsarbeit, Schülerhilfe, der Brotkorb, die „Cappuchino-Gang“, das Orchester und der Elsa-Chor. Bei letzterem war die Probe, in der gedreht wurde, so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Kaum sind Kameras in der Probe, da kommen alle! Dass der Chorleiter ankündigte, die Dreharbeiten im Chor seien bis Dezember geplant, war dann aber eher ein kleiner Jux am Rande!

Wir sagen an dieser Stelle Kira und ihren zwei Männern an Kamera und Ton herzlich danke! Es ist gar nicht so einfach, bei einem solchen Dreh immer das richtige Fingerspitzengefühl mitzubringen. Nicht jeder will gerne gefilmt werden, schon gar nicht, wenn er/sie zur Beratung kommt oder Lebensmittel im Brotkorb abholt. Das Team des SWR hat das mit großem Geschick und viel Feingefühl gelöst.

Wir freuen uns schon darauf, wenn der Film im Frühjahr im SWR gezeigt wird. Und vielleicht gibt es ja sogar eine Vorpremiere mit einer Vorführung im Stadtteiltreff.(hes)


Auch hier war der SWR

Berichte von Leuten, bei denen der SWR auch gedreht hat

„So wie Sie nebeneinander auf der Couch sitzen wäre es schön, wenn Sie sich jetzt ganz zwanglos unterhalten. Tun Sie so, als wären Sie allein.“ Guter Spruch. Wir blicken uns schweigend an. Schweigend! Plötzlich haben wir uns nichts zu sagen. Plötzlich? Ist dieses Schweigen vielleicht schon unsere alltägliche Unterhaltung? Haben wir uns vielleicht wirklich so wenig zu sagen? Fernsehen entpuppt sich als Therapieansatz; das Fernsehteam will den Alltag filmen und man kommt ins Grübeln, wie das eigene Verhalten im Alltag ist, sieht womöglich Änderungsbedarf. Zum Glück gibt’s ja auch noch Fragen, die man beantworten darf. Nicht immer leicht zu beantworten in der Kürze der Zeit, aber antworten ist leichter. Zum Abschluss ein Blick über den Balkon – Sonnenuntergang. Darauf die Bitte, „Gehen Sie doch einmal gemeinsam auf den Balkon und betrachten die untergehende Sonne.“ Das bleibt. Zwei einsame Cowboys gehen in den Sonnenuntergang.

Da kommt es doch sehr gelegen, dass im Stadtteiltreff Beratungsbedarf entsteht. Ein Vermieter hat angerufen, dass ein Mieter der seine Wohnung gekündigt hatte meint, die Mieten seien fertig bezahlt, es würde aber noch die letzte Miete fehlen. Also den Mieter hergebeten mit allen Kontoauszügen. Nach dem ersten Durchsehen alles in Ordnung beim Mieter. Dann aber doch noch entdeckt: Da ist etwas durcheinandergeraten. Also, Miete überweisen und fertig. Mieter ernüchtert, Vermieter zufrieden. Da ist er endlich – Der Alltag. (RW)


SWR bei den Nachbarn

Ich war gerade vom Einkaufen nach Hause gekommen und wollte meine Wohnungstür aufschließen, als aus der Nachbarwohnung einige Leute mit Kameras und Mikrophonen heraus kamen. Das Film-Team des SWR war also bei meiner netten Nachbarsfamilie gewesen. Das ist die Familie Kablawi, die aus Syrien stammt und mich auch öfters mit leckeren syrischen Speisen verwöhnt. Aufgeregt wollte Mohamed Kablawi mir auch gleich zeigen, was da bei ihm los war. Ein Film-Team hat man ja nicht alle Tage bei sich in der Wohnung. Es hatte ein Problem mit den Heizungsrohren im Bad gegeben. Der Hausmeister war daraufhin mit Handwerkern erschienen und das Team vom SWR war mit dabei. Inzwischen ist alles repariert und die Aufregung hat sich wieder gelegt. Aber gespannt sind Mohamed, Omaima und Salam schon, was dann später von ihnen und der Wohnung in dem Bericht des SWR zu sehen sein wird – und ich natürlich auch. (CM)


Waldspaziergang mit Hund

"Sie beaufsichtigen gelegentlich auch Hunde von Nachbarn?" Da kam es dem SWR-Team doch gelegen, dass eine Nachbarin mit dem kleinen Fin auftauchte. Ein paar Worte gewechselt und dann durfte es sofort losgehen auf einen kleinen Waldspaziergang. Diesmal wurde nicht nur der Hund angeleint. Die Verkabelung von Frauchen mit dem Mikrofon war auch nicht viel anders. Im Wald wurde es dem Hundchen etwas unbequem. Mit den kurzen Beinchen so viel hin und her zu laufen, bis die Licht und Schattenverhältnisse stimmen, war bei dem Kleinen nicht eingeplant. Da kam ein Schwätzchen mit einem Nachbarn gerade recht. Auch das SWR-Team war davon angetan. Bis zur Nothelferkapelle ging der Spaziergang bei schönem Herbstwetter und zurück ging es über den Bolzplatz. Das Hundchen kam dann auch bald wieder zurück zu seinem richtigen Frauchen. Mit einer Erfahrung reicher als Hunde-Model. (IW)


Bei der Probe vom Elsa-Chor

Auch in der Chorprobe des Elsa-Chors war das Team des SWR mit den Dreharbeiten zur Dokumentation beschäftigt. So konnte es schon das eine oder andere Mal sein, dass das Objektiv der Kamera nur wenige Zentimeter vor dem Gesicht auftauchte. Das Liedprogramm wurde geübt wie in jeder „normalen“ Chorprobe auch, mit der Ausnahme, dass einige Songs zugunsten der Kameramänner etwas öfter wiederholt wurden. Ein bisschen Abwechslung kann nie schaden, auch wenn die Konzentration vielleicht in so manchen Momenten abschweifte und dann eher dem Drumherum als dem gewohnten Chorprogramm galt. (SG)