Verleihung des Ökumene-Preises

Wiederholt wurde der Stadtteiltreff Gonsenheim mit dem Ökumene-Preis ausgezeichnet – dieses Jahr als Anerkennung für das beständige und nachhaltige Wirken in der Arbeit mit geflüchteten Menschen im Rahmen des Flüchtlingsnetzwerks „Miteinander Gonsenheim“. Die Feierlichkeit zur Verleihung des 5. Ökumene-Preises fand am 6.11.2019 um 19 Uhr in der ökumenischen Josefkapelle in Mainz statt. Birgit Pfeiffer, ehrenamtliche Vorsitzende des Dekanats, gab nach der Begrüßung einen kurzen Abriss über die Entstehung und die Idee des Ökumene-Preises, bevor Dekan Andreas Klodt und Dekan Markus Kölzer das Wort übernahmen, um eine Collage vorzutragen. Zur anschließenden Preisverleihung wurden die Vertreter*innen der jeweiligen Institutionen nach vorne gebeten, um die Glückwünsche samt Urkunde und einem Geldpreis entgegenzunehmen. Neben dem Flüchtlingsnetzwerk „Miteinander Gonsenheim“, für das Pastor Andreas Ullner als Vorstandsmitglied des Stadtteiltreffs den Preis entgegennahm, wurde beispielsweise. auch die Arbeit des „Zentrums der Begegnung“ in Marienborn und die der „Sprachfüchse“ in Laubenheim ausgezeichnet. Letztere helfen Kindern auf spielerische Art und Weise beim Erlernen und Anwenden der deutschen Sprache.. Im Anschluss an die Gratulationen folgte eine Chronik, vorgestellt von Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch, in welcher sowohl geschichtliche als auch wirtschaftliche Aspekte verschiedener Fluchtbewegungen und deren Entwicklung thematisiert wurden. Ein Augenmerk galt auch den Unterbringungsmöglichkeiten sowie den Zahlen geflüchteter Menschen in Mainz. Die im Jahr 2015 aufgekommene Welle der Hilfsbereitschaft und die damit verbundene emotional-positive Einstellung vieler Bürger*innen führten zu Gegenbewegungen, in deren Folge erste Projekte gegründet wurden, um entgegenzuwirken zu können. Vor drei Jahren entstand unter Kurt Merkator das Konzept einer Ehrenamtskoordination in Mainz. Der 23.11.2017 stellte den Auftakt des ehrenamtlichen Bündnisses dar, bei welchem u.a. die Themen Arbeitsamt, Spracherwerb oder Verbraucherschutz im Fokus stehen. Als Fazit fasste Dr. Eckart Lensch die Erfahrungen zusammen, die im Rahmen dieser gesellschaftlichen Aufgabe gesammelt wurden: Ein Engagement der Bürger*innen ist ohne großen Aufwand aus dem Stand heraus möglich und eine gewisse Grundaktivität ist vorhanden. Die Struktur zur Integration in den Arbeitsmarkt stellt sich noch immer als kompliziert dar, die Integration der Kinder in die Bildungseinrichtungen hat wiederum gut funktioniert. Die Gemeinden haben viel zu einer positiven Entwicklung beigetragen und alle zusammen können wir Mainzer*innen damit zufrieden sein, wie wir die Situation gemeistert haben und dies immer noch tun. Nach ein paar Gruppenbildern zum Abschluss und Interviews für die Presse sowie einem kleinen Umtrunk mit Wein, Saft und Brezeln machte man sich langsam auf den Heimweg.

(SG)