Mr. Oekumene von Gonsenheim geht neue Wege

Stadtteiltreff dankt Klaus Baum für sein großartiges Wirken in den Kooperationsprojekten

Wenn es einen Menschen gibt, der in den letzten 10 Jahren wie kein anderer für Oekumene, Zusammenarbeit und Diakonie steht, so ist es definitiv Klaus Baum, Diakon von St. Stephan, der am 1. Januar 2021 seinen Dienst im Personaldezernat des Bistums angetreten hat und daher Gonsenheim verlassen muss. Leicht ist es ihm nicht gefallen, dass kann ich versichern. Und richtig verabschieden können wir Klaus Baum gerade auch nicht, das macht uns traurig.

Mit seinem Dienstantritt in Gonsenheim übernahm er die Leitung des Brotkorbes. Im Auftrag der Träger leitete er zuerst mit Monika Schneider, viele Jahre mit Stephan Hesping und zuletzt mit Janine Hofeditz das Projekt, durch alle Höhen und Tiefen. Die Mitarbeiterzahl verdoppelt, die Kundenzahl ebenso. Brotkorb-Kunden auf dem Pfarrfest von St. Stephan. Das hätte es ohne Klaus nicht gegeben. Er holt arme Menschen zur Kirche zurück, hilft, schafft Bindung, gibt Hoffnung.

Eines seiner Herzensprojekte war der Kindernotdienst, von ihm initiiert. In der Summe viele hunderte von Betreuungseinsätzen von geschulten und gut begleiteten Betreuerinnen. Gute Begleitung der Menschen im Ehrenamt ist eine von Klaus wichtigsten Botschaften. Austauschtreffen, Supervisionsangebote, Qualifizierung, verlässliche Strukturen. Der Dienst hat gerade seinen Namen geändert, die „Helfenden Hände“ findet man auf Instagram und Facebook, aber im Kern wird eine gute Idee in neue Hände gegeben, Hilfe bei der Kinderbetreuung, wenn`s eng wird.

Wie sollte es anders sein, auch das dritte Kooperationsprojekt mit den Kirchen, Miteinander Gonsenheim, wurde von ihm mit auf den Weg gebracht. Klaus, ich habe hier leider nicht genügend Platz, um alles zu schreiben, was Du bei uns gemacht hast. Aber ich will auf diesem Weg danke sagen! Danke!

Klaus Baum ist keiner, der viel und laut redet, er agiert reflektiert und ruhig, aber er ist immer verlässlich. Er verschlampt keine Zettel und Themen, er nimmt die Menschen und ihre Themen ernst und findet immer neue Wege und Lösungen im Miteinander. Wir im Stadtteiltreff durften mit ihm über Jahre sehr eng zusammenarbeiten und sind dafür dankbar. Für Deinen Witz und Deinen Humor, für Deine Haltungen und Deine Focussiertheit auf unsere gemeinsamen Ziele. Danke, dass wir Dich viele Jahre bei uns haben durften! (Hes)