Und das sagen Wir

Und das sagen Wir

Thomas Bartsch: Verzichten heißt auch, sich auf etwas zu freuen, was man sich  erarbeitet hat, und erst dann sich belohnt, wenn die Aufgabe erledigt ist.

Christiane Mertins: Ob man es nun aus dem christlichen Glauben heraus tut oder einfach mal so auf etwas verzichtet, ich finde, dass das Fasten keine schlechte Sache ist. Manche schalten eine Zeitlang ihr Handy aus oder auch das Fernsehen. Einige lassen ihr Auto stehen und laufen oder fahren mit dem Fahrrad. Viele essen einfach nur weniger oder meiden einige Lebensmittel wie z. B. Fleisch. Da ich schon seit vielen Jahren kaum noch Fleisch oder Wurst esse, wäre dies also kein wirklicher Verzicht. Deshalb habe ich mich in der Fastenzeit dazu entschlossen, auf Süßigkeiten und Chips und auch auf das Gläschen Wein zu verzichten. 

Rüdiger Wrobbel: Ich faste (bis auf den Urlaub) täglich. Intervall. Zwischen 1:00 Uhr und 13:00 Uhr wird nicht gegessen. OK, die meiste Zeit schlaf ich. 

Volker Höfner: Wir ernähren uns das ganze Jahr über gesund mit viel Obst und Gemüse. Fleisch gibt es höchstenfalls an zwei Tagen in der Woche. Alkohol gibt es nur zu bestimmten Anlässen.  Also recht selten.  So gesehen fasten wir eigentlich  das ganze Jahr über. Gesunde Ernährung steht bei uns an oberster Stelle. Fleisch kommt grundsätzlich nicht aus der Theke des Großmarktes, sondern vom Metzger, der seine Tiere artgerecht hält und selbst Landwirt ist.

Ulrike Boesch: Ich kann zu dem Thema leider nichts beisteuern, Fasten ist nicht so meine Sache!

Helmut Hochgesandt: Katholisch aufgewachsen gab es in der Fastenzeit bei uns kein Fleisch und keine Süßigkeiten. Ich nehme mir vor, diesen Brauch in der kommenden Fastenzeit zu wiederholen.

Jonah Schröder: Fasten stellt für mich persönlich keinen festgelegten Zeitpunkt dar, der Anlass gibt, um über (mein) Konsumverhalten oder Verzicht nachzudenken. Die Frage des Konsums und Verzichts stellt einen allgegenwärtigen, sowie gesellschaftsrelevanten Diskurs dar.

Léon Jumel: Da ich gerne und  viel esse, hatte ich nie viel mit Fasten zu tun. Vor ein paar Jahren habe ich allerdings aus Gewichtsgründen Intervallfasten betrieben und so ziemlich viel abgenommen. Ich könnte mir also vorstellen, es wieder zu tun, aber nicht aus religiöser Sicht oder ähnlichen Gründen. 

Marlene Hammann: Ich bin evangelisch aufgewachsen, aber nicht sehr gemeindenah, habe aber schon die Fastenregeln bei den Katholiken mitbekommen. In der ev. Kirche war Fasten damals wohl noch kein großes Thema, jedenfalls nicht im Religionsunterricht. Fleisch gab es bei uns zuhause nicht nur aus finanziellen Gründen eher selten, da spielte auch ein sogenannter reformerischer Gedanke eine Rolle, den sogar meine Großeltern schon in den 20er und 30er Jahren des letzten Jh. praktizierten. Das habe ich dann auch mit meinem Mann und meinen Kindern beibehalten, wobei Biokost aus finanziellen Gründen nicht so möglich war. Richtig gefastet habe ich zweimal aus gesundheitlichen Gründen, was mir sehr schwergefallen ist. Es hat nicht die angeblichen Glücksgefühle bei mir ausgelöst. Inzwischen verzichte ich ständig aus verschiedenen Gründen auf alles Mögliche, so dass ich mir keinen bestimmten Zeitraum mehr dafür vornehme. 

Aleks Wabra: Fasten gehört zur christlichen Tradition. Da ich finde, dass man viele Traditionen und Bräuche aufrecht erhalten sollte, faste ich auch aus Überzeugung .Ich habe schon viel gefastet und dieses Jahr werde ich wieder auf Süßes verzichten.

Stephan Hesping: Ich bin religiös damit groß geworden, in Vorbereitung auf die Feier der Auferstehung zu verzichten, schon als Jugendlicher habe ich angefangen, nicht nur auf Fleisch oder Süßigkeiten, sondern gezielt auf Dinge zu verzichten, bei denen es mir schwer fiel. Ich hatte schon Plastik (sauschwierig), Kaffee (mach ich nie wieder), vegan (für 6 Wochen kein Problem), vegetarisch (nach dieser Fastenzeit war ich 8 Jahre lang konsequenter Vegetarier), Fernsehen… nach den 6 Wochen haben die Dinge, auf die man verzichtet hat, einen viel größeren Wert! Fasten find ich gut!

Nils Fichtner: Die Idee hinter Fasten und Verzicht  finde ich grundsätzlich keine schlechte. Dennoch sehe ich für mich aktuell keine Notwendigkeit für das Fasten. 

Oliver Wobbel: Fastenzeit bedeutet sich rein in Disziplin zu üben.

Aufruf zur Demo am 6. März

Aufruf zur Demo am 6. März

Ausstellung Briefe von der Front

12 Uhr Kundgebung zum Mainzer Aufruf „Stoppt den Krieg!“ vor Staatstheater

Mainz / Rheinhessen, 3. März 2022. Ein Bündnis unterschiedlicher Organisationen aus Mainz und Rheinhessen haben den Mainzer Aufruf: „Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine und ganz Europa!“ unterzeichnet und rufen zum Protest gegen den Krieg in der Ukraine auf. Alle Bürger:innen sind eingeladen, sich an der Friedenskundgebung am 6. März um 12 Uhr auf dem Gutenbergplatz vor dem Mainzer Staatstheater zu beteiligen. Und damit diesen Aufruf zu unterstützen und ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und ihren Protest gegen dieses Unrecht zu zeigen. Alle demokratischen Organisationen sind aufgefordert sich per E-Mail info@mainzimwandel.de dem ‚Mainzer Aufruf‘ anzuschließen, der im Wortlaut unter https://mainzimwandel.de/… zu finden ist.
Die Bündnispartner fordern die russische Regierung auf, die Angriffe auf die Ukraine sofort zu beenden und sich zu einer gemeinsamen Entspannungspolitik zu bekennen. „Die Waffen müssen jetzt und sofort schweigen und es muss gemeinsam nach einer friedlichen Lösung gesucht werden, welche die Sicherheitsinteressen ALLER Beteiligten berücksichtigt“, heißt es im ‚Mainzer Aufruf‘.

 

Aller guten Dinge sind Drei – „Briefe von der Front“ eröffnet

Aller guten Dinge sind Drei – „Briefe von der Front“ eröffnet

Bildrechte beim Stadtteiltreff Gonsenheim e.V.

Es ist der dritte Anlauf und schauen wir mal, wie lange wir durchhalten. Die erste Runde dauerte rund eine Woche, im Frühjahr 2020 eröffneten wir die Ausstellung zum ersten Mal im Stadtteiltreff. Nach gut einer Woche kam der erste Lockdown. Im Herbst 2020 hätten wir die Gelegenheit gehabt, die Ausstellung im Stammhaus der VHS zu zeigen, noch vor Eröffnung kam der zweite Lockdown. Und diesmal …? Bis jetzt läuft alles reibungslos. 

Am 30.01. konnten wir die Ausstellung im Stadthistorischem Museum auf der Mainzer Zitadelle eröffnen. Geladen war nur ein kleiner Kreis von 11 Personen. Von uns waren 4 Mitglieder des  Arbeitskreises anwesend. Die anderen Personen kamen  von unserem Kooperationspartner, dem Museum, vom Institut für geschichtliche Landeskunde (IGL) und  von der Presse. 

Außerdem war Herr Prof. Hans-Otto Hügel mit dabei. Er hatte im Vorfeld von der Ausstellung erfahren und hat zusätzliches Material angeboten. Da im Raum der Sonderausstellung noch Vitrinen frei waren, konnten diese mit dem Material bestückt werden. Ein tolle Ergänzung, jede Menge Briefe und Fotos. In den anderen Vitrinen zeigen wir Leihgaben vom Garnisonsmuseum und auf einem großen Monitor läuft eine Videopräsentation mit Bildmaterial und Dokumenten. Diese ergänzt wunderbar die 16 Ausstellungstafeln, welche nicht nur die Korrespondenz  von der Front zeigen,  sondern auch , wie das System funktionierte. An manchen der Tafeln hängen QR-Codes, über die man Audio/Video-Inhalte abrufen kann.

Die Resonanz vom Publikum war mehr als positiv. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog, der in gedruckter Version zum Selbstkostenpreis erworben werden oder kostenlos auf der Homepage der Ausstellung runtergeladen werden kann. (TB)

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