Trauernde Begleitung in neuer Form

Trauernde Begleitung in neuer Form

Trauercafe

Ehrenamtliche bieten kreatives Gestalten zum Thema „Licht und Schatten“

Das Trauercafé ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim, der katholischen Kirchengemeinde St. Stephan Gonsenheim, der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus Canisius Gonsenheim, der Freien evangelischen Gemeinde Mainz, der Kreuzkirche Mainz (Baptisten), der Enchristo-Gemeinde Mainz und dem Stadtteiltreff Gonsenheim.

 

Ausgezeichnet

Ausgezeichnet

Stadtteiltreff gewinnt beim Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 der Staatskanzlei

Bereits zum fünften Mal hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 ausgeschrieben. Ein Preis für herausragende, innovative und ehrenamtliche Projekte. In diesem Jahr ging es ganz besonders um digitale Akzente. Und einer der zehn Preisträger ist der Stadtteiltreff Gonsenheim. „Wir sind total glücklich, denn mit der Auszeichnung würdigt die Ministerpräsidentin unseren Einsatz für Solidarität und Nachbarschaft“, so Andreas Ullner, Vorsitzender des Vereins.Ehrenamt_4.0

„Mit Corona in die neue Zeit“, so beschreibt der Stadtteiltreff, wie sein Engagement für Gonsenheim derzeit läuft. Im Corona-Jahr habe man viel dazu gelernt, das gilt es weiter zu nutzen. Einsatz der eigenen Zoom-Plattform, Menschen fit machen, an Videokonferenzen teilzunehmen, digitale Nachbarschaft über nebenan.de, virtuelle Veranstaltungen, zum Beispiel zur Gewinnung von Ehrenamtlichen für die Flüchtlingsarbeit, Treffen und Sitzungen „hybrid“, Beratung und Hilfestellung über E-Mail, Telefon und Videoschalten, Räume für Kultur und Begegnung digital schaffen und technische Hilfe bei der Einrichtung und Wartung von Endgeräten. Nur Einiges, was derzeit die Arbeit der Gonsenheimer Gemeinweseneinrichtung ausmacht.

Der Stadtteiltreff versucht, alle Menschen mitzunehmen in die neue Zeit. Er hilft bei der Beantragung zusäzlicher Endgeräte für einkommensschwache Familien ebenso wie bei der Einrichtung. Er vermittelt digitale Kompetenz bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren. Selbst in der digitalen und echten Nachbarschaft aktiv zu sein schafft neue Möglichkeiten, um Hilfe zu suchen oder anzubieten. Corona war eine Herausforderung, das Gute aus der Zeit gilt es, in die Zukunft mitzunehmen.

Auch über das Preisgeld von 1.000 Euro freut sich der Verein, gerade in diesem Jahr, in dem es mit den Finanzen schon ganz schlecht aussah (wir berichteten). Aber noch viel wichtiger als das Geld ist die Auszeichnung durch die Ministerpräsidentin, denn ehrenamtliches Engagement braucht auch Wertschätzung und Respekt. (hes)

Hier gibt es noch mehr Infos und auch Fotos von der Veranstaltung.
https://www.rlp.de/de/aktuelles/einzelansicht/news/News/detail/ministerpraesidentin-malu-dreyer-digitale-teilhabe-auch-im-ehrenamt/

Langer Mittwoch im Stadtteiltreff – Neues Angebot

Langer Mittwoch im Stadtteiltreff – Neues Angebot

Langer Mittwoch auch für Berufstätige, längere Öffnungszeiten und die Möglichkeit sich selbst einzubringen

Ab Oktober bis Ende Dezember 2021 lädt der Stadtteiltreff dich zum langen Mittwoch ein: So steht jeder Mittwochabend unter dem Motto „Selbstständigkeit und eigenes Programm“. So kann jede*r im Zeitrahmen von 18:00 bis 21:00 Uhr vorbeikommen und sich ganz eigenständig einbringen, egal ob mit einem eigenen Thema, bei einem Couch-Vortrag, dem neuen Projekt der sogenannten „Nachbarschaftsmacher“, bei Musik und Kultur oder doch einfach nur ein Pläuschchen im Café abhalten. An diesem Abend ist jede*r herzlich willkommen sich auszuprobieren, seine eigenen Ideen selbstständig umzusetzen – besonders für Berufstätige soll mit dem langen Mittwoch ein Ort der Begegnung und des Austauschs geschaffen werden, niemand wird ausgeschlossen! 

Die Nachbarschaftsmacher: Es gibt so viele Kleinigkeiten, die man unter Nachbarn regeln kann. Wer hat eine Bohrmaschine? Wer kann mal bei diesem oder jenem helfen? In diesem Raum überlegen die Teilnehmer*innen gemeinsam, wie man die kleinen Alltagsprobleme lösen kann. Miteinander, jeder hilft jedem, wenn zwei über ein „Problemchen“ nachdenken, findet sich schneller der beste Weg.

Couch-Vortrag: Mach dein Wunschthema zur Thematik Nummer Eins bei einem Couch-Vortrag. Ob Politik, Klimawandel oder doch was ganz alltägliches, alles ist erwünscht. Freu dich auf spannenden Austausch.

Musik und Kultur: Du spielst ein Instrument? Und willst es auch mal wieder in die Hand nehmen und mit anderen zusammen musizieren? Da bist Du in diesem Raum richtig – willkommen zu einer kleinen Session oder auch vielleicht mehr.

Pläuschchen im Café: Trink ein Tässchen Kaffee oder Tee und mach es dir bei einem guten Gespräch im Café des Stadtteiltreffs gemütlich.

Für die gesamten Innenräume des Stadtteiltreffs gilt 3G, du musst also geimpft, genesen oder getestet sein, um die Räumlichkeiten betreten zu dürfen. (JS)

Hier gibt es einen Video-Clip dazu.

Die Elsa-Redakion zu Gast bei Rosenthals

Die Elsa-Redakion zu Gast bei Rosenthals

Eine etwas andere Art der Recherche

Staunend betrachtete ich eine Ehrenurkunde vom „Consulado General del Perú“, die ich entdeckte, als ich den dicken Ordner mit den Zeitungsausschnitten durchblätterte, den Christine Rosenthal zur Erinnerung an viele Ereignisse angelegt hat. Für ihre langjährige und hervorragende Arbeit in der Förderung der Peruanischen Kultur und in dankbarer Anerkennung ihrer Bedeutung für die weitere Annäherung zischen Peru und Deutschland wurde Christine und Kurt Rosenthal diese Urkunde verliehen. Das ist ja interessant und in gemütlicher Runde, ja sogar bei Kaffee und Kuchen, lauschten wir noch mehr interessanten Berichten des Künstlerpaares, das uns zu sich in ihre Atelierwohnung in der Alten Patrone eingeladen hatte. Dort wohnen und wirken sie seit 20 Jahren. 

Weiter erfuhren wir, dass die beiden nach ihrem Studium (Grafik-Design, Film und Malerei) 1973 von Hamburg nach Südamerika gingen. Zunächst nach Chile und dann nach Peru, wo sie 26 Jahre lebten und mehr als 100 Dokumentarfilme für internationale Institutionen und Organisationen, vor allem aber auch für das Deutsche Fernsehen gedreht haben und dafür etliche Preise bekamen. Sie veröffentlichten einige Bücher und Christine hat auch Illustrationen für peruanische Schulbücher gefertigt. Rosenthal

Bei Dreharbeiten über traditionelle indianische Medizin in Lateinamerika lernten sie viele Heiler kennen, von deren Zeremonien sie inspiriert wurden. Jahre später entwickelten sie dann die Tikay-Farböle. „Die Energie der Farben“ – Christine bietet ganzheitliche Farbberatung und Aufstellung mit Tikay-Farbölen an, denn „die Farbheilkunde gehört zu den ältesten Heilmethoden der Menschen und wird bis heute angewendet“, kann man im Flyer dazu lesen. Aber natürlich gibt es auch sehr schöne Bilder von Kurt und Christine Rosenthal zu sehen. Dabei haben beide jeweils einen eigenen Stil und eine eigene Technik entwickelt. Während Kurt großflächigere Bilder malt, entstehen bei Christine erzählende Bilder. 

Viele sind Mainzer Motive. Ob es die „Meenzer Fassenacht“ ist oder der „Weihnachtsmarkt“, ob es eine „Neujahrsnacht“ oder die „Mainzer Tafel“ ist, auf all ihren Bildern sind irgendwo Tiere zu entdecken. Darauf angesprochen meinte sie , dass sie sehr tierlieb sei, aber jetzt keine Haustiere mehr habe. „Ich freue mich aber über die vielen verschiedenen Vögel und die Eichhörnchen, die hier immer zu meinen Futterstellen kommen.“ Danke für einen tollen, interessanten Nachmittag, liebe Rosenthals, und auch vielen Dank für die Bewirtung und das Gläschen Rotwein, mit dem wir zum Schluss noch auf Eure goldene Hochzeit anstoßen durften. (CM)

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