Der Stadtteiltreff lädt am 25.09. zum Repair Café ein

Der Stadtteiltreff lädt am 25.09. zum Repair Café ein

Der Stadtteiltreff lädt am 25.09. zum Repair Café ein

Das mit dem Nippel durch die Lasche ziehen

Repair_Cafe Es hat sich mittlerweile ein Szene junger Unternehmer etabliert, die versuchen, dem was entgegen zusetzen. Auch in Mainz gibt es eine Reihe, meist aus Crowdfunding heraus entstanden Geschäftsmodelle oder ökologisch orientierter Hersteller, die unsere Unterstützung benötigen.

Ein anderer Weg, der uns Verbraucher*innen offen steht ist, dass wir versuchen, die gekauften Waren möglichst lange im Einsatz zu haben. Denn umso länger ein Produkt genutzt werden kann, um so besser ist der ökologische Fußabdruck. Leichter gesagt als getan. Wer hat schon das nötige Geschick, Wissen und passendes Werkzeug, um die meist kleinen Wunden zu beheben, die den Unterschied zwischen Gebrauch oder Mülldeponie ausmachen?!

Dann sind Sie willkommen in unserem Repair Café, egal, ob Sie so einen Pflegefall mitbringen oder ein begeisterter Handwerker*in sind, der/die sich vor keiner Herausforderung scheut. Besonders freut es uns, dass wir Heinrich Jung von der Blitzblume für uns gewinnen konnten. Der Elektromeister aus Ingelheim schreibt auf seiner Homepage: „ Klimaschutz ist für die Blitzblume schon seit 38 Jahren ein Thema, auch wenn es damals noch nicht so genannt wurde. Man sprach allgemein von Umweltschutz. Es war aber schon erkennbar, dass die Produktion immer neuer Konsumgüter mit immer kürzerer Haltbarkeit ein ökologisches und ökonomisches Desaster herbeiführen würde. Wann das passieren würde, wussten wir nicht – heute ist klar: Wir erleben es gerade!“

Aber was hilft gegen dieses „Ex und Hopp“, diese Ressourcenverschwendung und CO²-Orgie? Unsere Antwort, damals wie heute: Reparieren!

Willkommen ist alles, was durch die Tür passt; die Leuchte, die nicht mehr leuchtet, der Staubsauger, der sein Kabel nicht mehr aufrollt, das Fahrrad mit dem platten Reifen und die Lieblingsjeans mit dem Loch am Knie. Wichtig ist noch, zu erwähnen, dass wir keine Werkstatt sind, in der man einfach was zur Reparatur abgeben kann. Vielmehr sollen Sie unter Anleitung und fachlicher Unterstützung selbst Hand anlegen. Und wir verweisen: es gibt keine Garantie oder Haftungsansprüche.

Für die Wartezeit steht Kaffee bereit und mit den anderen Besucher*innen ins Gespräch zu kommen, ist auch kein Hexenwerk. Nur beachten Sie, wie sollte es auch anders sein, die AHA-Regeln. Zusätzlich bestehen für das Repair Café besondere Regeln, diese hängen wir aus…

Video-Clip

Doris Ahnen zu Gast im Stadtteiltreff

Doris Ahnen zu Gast im Stadtteiltreff

Von Hilfen für die Flutopfer über Impfquoten bis zur Situation der Studierenden

Viele Themen wurden diskutiert mit der Landtagsabgeordneten Doris Ahnen, die in diesen Tagen der Flutkatastrophe als Finanzministerin sehr gefordert ist. Andreas Ullner, Vorsitzender des Stadtteiltreffs, dankte ihr daher besonders, dass das digitale Bürger*innengespräch zustande gekommen war. Insbesondere Mitglieder der Elsa-Redaktion waren der Einladung gefolgt, um die Ansichten ihrer Wahlkreisvertreterin zu erfahren. Zum Beispiel zur Impfpflicht, da setzt Frau Ahnen auf Freiwilligkeit, Überzeugungsarbeit und niedrigschwellige Angebote vor Ort. Über den Impfbus wurde gesprochen und die Idee, direkt während der Brotkorb-Ausgabe ein Impfangebot zu machen. Frau Ahnen freute sich, dass an dem Thema im Stadtteiltreff aktiv gearbeitet wird.

Gerne wäre Frau Ahnen auch mal wieder persönlich im Stadtteiltreff gewesen, aber pandemiebedingt hatte man beschlossen, die Veranstaltung digital durchzuführen und darauf haben die Menschen im Moment nicht so viel Lust. So waren leider nur wenige der Einladung gefolgt. Die Diskussion bewegte sich in Richtung Schulen, wo Frau Ahnen die Anstrengungen des Landes für Belüftungssysteme erläuterte und kam dann zu den Studierenden. Dass viele Studienanfänger ihre Hochschule noch nie von innen gesehen haben, dass sie zwar in digitalen Foren zusammenarbeiten, aber die Kommiliton*innen vielleicht noch nie getroffen haben, das findet Frau Ahnen wirklich schlimm.

Und natürlich wurde auch über die finanzielle Lage des Stadtteiltreffs gesprochen. Die Frage, ob das Land seine Förderung der Gemeinwesenarbeit verstärken könnte, wolle sie mitnehmen, sagte die Finanzministerin, die froh ist, dass sich die Wirtschaft weiter erholt, was für die Bewältigung der Kosten der Pandemie sehr wichtig ist. Die Kosten für die Flut im Ahrtal allerdings, so hofft die Ministerin, sollten wieder von allen Bundesländern gemeinsam getragen werden, wie es auch bei der letzten Flutkatastrophe geregelt war. Wiederaufbau, aber dabei möglichst auch die Anpassungen an die Klimaveränderung in den Focus nehmen, das ist ihr Fahrplan. (hes)

Nachruf – Unsere „Thekenfee“ Christa ist gestorben

Nachruf – Unsere „Thekenfee“ Christa ist gestorben

Aktive und Mitarbeiter*innen des Stadtteiltreffs sind fassungslos und traurig

„Ich bin mal zwei Wochen nicht dabei, ich muss mich mal durchchecken lassen“ waren ihre Worte, als sie uns erklärte, dass sie zwei Wochen nicht im Café des Stadtteiltreffs ihren Dienst tun kann. Dann kam die schreckliche Diagnose Krebs, kurz darauf die Nachricht, dass es lebensbedrohlich ist, dann ihre Entscheidung, keine Behandlungsversuche mehr zu unternehmen und ins Hospiz zu gehen. Fünf Tage war sie dort, bevor sie von ihrem schweren Leiden erlöst wurde. Es ging alles viel zu schnell, um sich von ihr zu verabschieden. Christa Zerbe wurde aus dem Leben gerissen und so viele Menschen im Stadtteiltreff tragen schwer daran.„Es ist, als wäre sie hier“, sagte eine Ehrenamtliche zu mir, als wir am Tag des Nachbarn an der Theke im Café standen. Ich glaube fest daran, dass sie da ist, dass sie eine schützende Hand und ein wachendes Auge hat auf ihren Stadtteiltreff, in dem sie mehr als 10 Jahre die gute Seele des Hauses war. Immer optimistisch mit den Worten „Ein bisschen was geht immer“ und immer wertschätzend jedem Besucher und jeder Besucherin gegenüber. Es war ein alter Jugendtraum, ein Café zu betreiben, wurde uns von den Kindern am Tag der Beisetzung erzählt. Im Stadtteiltreff hat sie ihn sich nach ihrem Berufsleben als Krankenschwester erfüllt. Sie war ein Segen für uns und die Einrichtung, war ein Segen für alle.

Bei der Beisetzung gab es Musik von Sting – sie hat die Musik geliebt und war auf zahlreichen Konzerten. Eine einfühlsame Seelsorgerin, die sie in ihren letzten Tagen kennengelernt hat, fand die richtigen Worte. Jahrgang 45, Nachkriegsgeneration. Ihre Familie, für die sie ihr Leben lang da war, ihr Beruf, aber auch die Hobbys, das Reisen und natürlich das Mainzer Open Ohr Festival, dem sie viele Jahre treu war. Treu, das war sie! Christa hat ihr Leben lang nichts einfach hingeschmissen, auch wenn der Wind rau war und von vorne kam. Und auch ihre Zeit im Stadtteiltreff kam zur Sprache und dass die Arbeit bei uns ihr Denken nochmal stark geprägt und verändert hat. Und da möchte ich ganz nach vorne stellen ihre Haltung, dass jeder Mensch einen respektvollen, wertschätzenden Umgang verdient hat, unbedingt und in jeder Begegnung, dafür stand sie.

Und ihr Pragmatismus. Mach die Dinge einfach, mach sie Schritt für Schritt, was nicht geht, muss warten, aber einen kleinen Schritt kann man immer gehen. Wer die Arbeit nicht angeht, der wird auch nicht fertig. Und dann hat sie die Leute aus der Küche rausgeschmissen, die ihr in den Füßen rumstanden und hat getan, was getan werden musste. All die Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Feiern, die Wahlen, die regelmäßig bei uns stattfinden. Morgens war Christa da und hat aufgeschlossen und am Abend war sie oft die Letzte. Und dann hat sie gesagt: „So, jetzt rauchen wir noch ’ne Zigarette und dann ist Feierabend.“

Ihre Tochter Anja, die sie einst mit uns in Kontakt gebracht hatte, wischte die Platte des Urnengrabes erst noch mal ordentlich ab, bevor sie das Bild von Christa aufklebte. Ein starkes Bild für mich, denn wie oft war Christa die mit dem Putzlappen in der Hand. Dann fand sie schöne Segensworte für die wenigen Gäste, die an der Beisetzung teilnehmen durften. Und die Worte von Christas Sohn Markus im Wanderheim waren tröstlich, Christa hatte ihren Frieden damit gemacht, gehen zu müssen, auch wenn es nicht einfach war. Aber in den Tagen vor ihrem Tod war ihre Entschlusskraft wieder da. Sie hat die Dinge geregelt, die zu regeln waren und klare Ansage, was sie nicht mehr interessierte. „Es ist, wie es ist“ hat sie oft zu mir gesagt. Das Leben zu akzeptieren, wie es kommt – noch so was, was man lernen kann von ihr. Danke Christa. Für jeden Tag, den Du bei uns warst! (Hes)

Stärkt Eure Nachbarschaft!

Stärkt Eure Nachbarschaft!

Am 28. Mai ist Tag der Nachbarschaft – und Gonsenheim ist mit dabei

Zum vierten Mal ruft die nebenan.de Stiftung zum bundesweiten „Tag der Nachbarn“ auf, der Stadtteiltreff Gonsenheim wird wie schon im letzten Jahr dabei sein. Ab sofort kann man für diesen Tag unter tagdernachbarn.de eine Nachbarschaftsaktion anmelden. Gerade in diesem Jahr soll dadurch mit tausenden Aktionen in ganz Deutschland ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt werden.

Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre ruft die gemeinnützige nebenan.de Stiftung auch in diesem Jahr wieder dazu auf, am 28. Mai mit einer Nachbarschaftsaktion dabei zu sein und seine Nachbar*innen besser kennenzulernen. Nachbarschaftsfeste im klassischen Sinn sind zwar aufgrund der Pandemie auch in diesem Jahr nicht realisierbar, trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, um auch unter Einhaltung aller Corona-Regeln das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken.

Ob Picknick mit Abstand, Hinterhof-Konzert, Balkon-Bingo oder gemeinsamer Spaziergang durch das Viertel – auf der Aktionswebseite www.tagdernachbarn.de ist nun die Anmeldung für Nachbarschaftsaktionen geöffnet.

Wer sich dort einträgt, erhält ein kostenloses Mitmach-Set mit Wimpelkette, Plakaten, Postkarten, Tipps & Spielen. Außerdem finden sich dort viele Hinweise zu den hierfür geltenden Corona-Regelungen. Alle Aktionen werden auf einer großen Deutschlandkarte verzeichnet. Teilnehmen können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Vereine, Kitas, Schulen, Mehrgenerationenhäuser sowie Geschäfte und Cafés aus der Nachbarschaft. Auch zahlreiche Kommunen und Bundesländer beteiligen sich am Tag der Nachbarn und laden ihre Bürger*innen zum Mitmachen ein.

Im vergangenen Jahr setzten sich am Tag der Nachbarn insgesamt rund 100.000 Menschen bei fast 3.000 Aktionen in ganz Deutschland für ihre jeweilige Nachbarschaft ein. Dieses große Engagement, das sich gerade in der Corona-Zeit gezeigt hat, soll auch in diesem Jahr fortgesetzt und weiter gestärkt werden.

„Nachbarschaft ist mehr als nur Tür-an-Tür wohnen! Der Tag der Nachbarn ist eine richtig tolle Aktion! Gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass es sehr wichtig ist, zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Und was gibt es Schöneres, als jemandem eine Freude zu machen?!“ (Susanne aus Berlin, Teilnehmerin).

Auch der Stadtteiltreff wird sich wieder beteiligen, das genaue Programm sowie die Angebote der anderen Gonsenheimer Gruppen werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen. Bis jetzt steht fest, dass es neue Postkarten geben wird; es wird einen Rundgang durch die Nachbarschaft geben, bei der wir auch die eine oder andere Pflanze in die Wildnis entlassen. Und natürlich, es ist beim Stadtteiltreff auch nicht anders zu erwarten, wird es auch Musik geben. (TB)

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