Lesen macht stark

Lesen macht stark

Das Programm der Bildungsbotschafterin Nina Dulleck des Stadtteiltreffs steht: Das Schuljahr 2023/24 wird eine Zeit voller Bildung, Geschichten und Abenteuer für alle Kinder

Nina DullekIn der vorletzten Ausgabe haben wir Ihnen Nina Dulleck vorgestellt, nun kündigt der Stadtteiltreff das Programm „Lesen macht stark“ für das kommende Schuljahr unter ihrer Schirmfrauenschaft an. Zeichnen, Lesen, Vorlesen, Spaß an Büchern bekommen, weil sie nicht nur mühsam zu erarbeitendes Schulwissen beinhalten, sondern Welten voller Phantasie, Spannung und Abenteuer beinhalten können.

Los geht es mit einer Werbephase im Frühsommer und einem Start im September, wenn der Stadtteiltreff Gonsenheim sein 25jähriges Jubiläum feiert. Nach der Corona-Zeit wird die Einrichtung für Kinder und Familien neu aufgestellt und „Lesen macht stark“ ist darin der wichtigste Baustein. Außerschulische Bildung ist das neue und alte Zauberwort.

Der Stadtteiltreff sucht ab sofort interessierte Erwachsene, die sich zu Lesepat*innen ausbilden lassen wollen. „Wir wollen das Vorlesen zelebrieren, in Angeboten in Kitas oder im Stadtteiltreff, wo Kindern vorgelesen wird“, so Elisabeth Lissen, hauptamtliche Mitarbeiterin, die an der Realisierung arbeitet. Nicht nur aus den Büchern von Nina Dulleck, aber aus denen ganz bestimmt. Oder wir zeichnen uns unsere eigenen magischen Tiere mit einer Anleitung von Nina. Denn Zeichnen und Malen ist auch eine Technik, mit der man seine ersten Geschichten erzählen kann.

Für die Ausbildung der Lesepat*innen wird der Stadtteiltreff mit einem Kooperationspartner mit viel Erfahrung auf dem Feld zusammenarbeiten. Die Kinderwerkstatt wird ausgebaut auf mindestens zwei Zeitfenster in der Woche. Das Begegnungscafé für junge Familien unterstützt bei der Inanspruchnahme von Hilfen für Familien und ist Ort für Begegnung, Austausch und das Schaffen neuer Möglichkeiten.

Natürlich kann Nina Dulleck nicht immer selbst dabei sein, aber es wird einige Gelegenheiten geben, sie auch persönlich zu treffen. Zum Beispiel bei der Ausgabe der „Wünsch Dir was-Geschenke“ an die Kinder des Brotkorbs im Dezember. Oder zu einem Filmabend mit „Die Schule der magischen Tiere“, beruhend auf ihren Illustrationen für das Buch. Und sie wird für mehrere Ausgaben der Elsa-Zeitung einen Innenteil als Zeitung für die Kinder mit uns herausgeben, mit Anleitungen, wie jede*r lernen kann, ein magisches Tier zu zeichnen. Das Schwerpunktjahr im Stadtteiltreff wird sich an den bekanntesten Veröffentlichungen der Kinderbuchautorin und -illustratorin entlang arbeiten, also auch das „Sams“ oder „Otis & Otilie“ werden am Start sein, keine Bange!

Warum lesen stark macht? Haben Sie als Opa oder Oma schon mal ihren Enkelkindern zum 50. Mal die Raupe Nimmersatt vorgelesen und am Ende hat die Kleine wieder „Nochmal Oma“ gerufen und sie haben es zum 51. Mal gelesen? Verstehen Sie, welche Kraft darin steckt, welche Stärke? Wenn Sie eine Ahnung haben, vielleicht mögen Sie mitmachen bei dem Projekt, wir freuen uns über interessierte Menschen!

(hes)

Menschenrechte in der Türkei

Menschenrechte in der Türkei

Dialog mit der deutschen Botschaft

 

ankara-2023

Die Reisegruppe beim ÖHD (den Juristen für die Freiheit) in Diyarbakir, März 2023

Eine Gruppe von Menschenrechtsaktivist*innen auf Initiative der IPPNW war im März 2023 14 Tage um das Newrozfest herum im Südosten der Türkei und hat in dieser Zeit mit einer ganzen Reihe verschiedener Organisationen gesprochen.

Aufgrund dieser Gespräche baten wir in der deutsche Botschaft in Ankara, sich bei der türkischen Regierung dafür einzusetzen, dass

  1. bei den für Mai angesetzten Wahlen eine unabhängige Wahlbeobachtung durchgeführt wird. Dass die Wahlen demokratisch ablaufen, eine Wahlfälschung ausgeschlossen werden kann und das Wahlergebnis von allen Parteien anerkannt wird.
  2. die Türkei die Grenzen und Souveränität von Syrien und dem Irak achtet, keine Ziele mehr in diesen Ländern angreift und keine Territorien dieser Staaten besetzthält. Und sich dafür einsetzt, den Vorwurf, bei den Kriegshandlungen seien chemische Waffen eingesetzt worden, durch eine unabhängige, internationale Organisation untersuchen zu lassen.
  3. die kulturellen und politischen Rechte für Kurd*innen, Alevit*innen, Armenier*innen und alle weiteren Minderheiten hergestellt und garantiert werden. Der Friedensprozess mit der PKK wieder aufgenommen wird und ein ehrenvoller Frieden hergestellt wird. Die Haftbedingungen für Abdullah Öcalan müssen zeitnah internationalen Standards entsprechen.
  4. die türkische Regierung den Vorbehalt gegen die Genfer Flüchtlingskonvention aufhebt und Personen Schutz erhalten, die wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung ihr Land verlassen haben.
  5. Kinder, die durch das Erdbeben von ihren Familien getrennt wurden, zu ihren Familien zurückgebracht werden. Entführungsvorwürfen soll nachgegangen werden.
  6. Gruppen in der Türkei, die sich für Menschenrechte einsetzen, nicht weiter bedroht und verfolgt werden, sondern deren Arbeit positiv für eine humane Gesellschaft gewürdigt wird.
  7. die abgesetzten demokratisch gewählten Bürgermeister*innen wieder eingesetzt werden und die demokratische Verfasstheit in allen Kommunen wiederhergestellt wird.
  8. die Türkei die Istanbul-Konvention wieder in Kraft setzt, Gewalt gegen Frauen sieht und alles tut, um sie zu verhindern.
  9. die Türkei sich deutlich von Folter distanziert, jedem Verdacht von Folter nachgeht und die Täter bestraft.
  10. die Türkei die Entscheidungen des europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte anerkennt und umsetzt, politische Strafverfolgung einstellt, politische Gefangene freilässt und wieder einstellt.

Aufgrund der begrenzten Gesprächszeit kamen wir in der deutschen Botschaft nur dazu, die drei ersten Punkte unseres Forderungskatalogs anzusprechen. Die vollständigen 12 Punkte haben wir danach schriftlich der Beauftragten für Menschenrechte in der Botschaft überreicht.

Das Gespräch fand in einer angenehmen Atmosphäre statt. Die Referentin betonte, dass es ein Hintergrundgespräch ist, dass Sie nicht im Namen der Botschaft spricht.

In einigen Punkten erzielten wir Übereinstimmung, z. B. :
Öcalan muss als Gefangener gemäß völkerrechtlicher und Internationaler Standards inhaftiert werden, die aktuell nicht erfüllt werden.
In anderen Punkten wurde kontrovers diskutiert z. B. die Meinung zur PKK.

Die Referentin hat sich eine Reihe von Punkten notiert. Natürlich ist es möglich, nach einiger Zeit noch einmal nachzufragen, ob es möglich ist eine offizielle Antwort auf unsere Bitten zu erhalten.

Im Namen der Gruppe –
Friedrich Vetter

Friedrich Vetter war Mitglied der IPPNW-Reise 2023 in den Südosten der Türkei.

Quelle: Menschenrechte in der Türkei: Dialog mit der deutschen Botschaft | IPPNW-Blog

Aus Grau wird Kunst

Aus Grau wird Kunst

Die Stadtwerke machen mit einer Kunstaktion Mainz noch schöner

Stromkasten bemaltManchen dürften sie schon aufgefallen sein. Immer mehr Stromverteilerkästen am Straßenrand – in Gonsenheim und anderen Stadtteilen – sind seit kurzem bunt bemalt. Mal mit putzigen Tiermotiven, andere mit abstrakten Motiven. Das sind nicht die Ergebnisse einer 10. Klasse Kunst, sondern hat einen anderen, ganz praktischen Grund, denn unter Graffiti-Künstlern gibt es einen Ehrenkodex, die Arbeiten anderer Künstler nicht zu übermalen. Diesen Umstand haben sich die Mainzer Stadtwerke zu Nutze gemacht und lassen ihre Stromverteilerkästen von Künstlern bemalen, bevor es ein andere tut.
Von insgesamt knapp 2300 Stromverteilerkästen wurden mittlerweile schon über 500 mit farbigen Kunstwerken von Graffiti-Künstlern besprüht. Eine Vielzahl der Kästen wurde von Anwohner/innen gemeldet, die sich statt trister Stromverteilerkästen bunte Kunstwerke wünschten. Alle waren nach der Kunstaktion begeistert und freuen sich seitdem über einen farbenfrohen Kasten in ihrer Straße oder vor ihrer Haustür. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt: die Werke unserer Künstler sind vielseitig. Dennoch achten die Stadtwerke darauf, dass sich die Farbwelt der Umgebung harmonisch anpasst und dadurch eine Aufwertung des Umfelds erfolgt.
Sie möchten ebenfalls einen Kasten verschönern lassen oder einen zum Verschönern melden, der verschmiert und/oder verschmutzt ist? Die Vorgehensweise ist einfach: Mailen Sie den Stadtwerken ein Foto des Kastens an aus-grau-wird-kunst@mainzer-stadtwerke.de und benennen Sie den genauen Standort sowie die Kastennummer.
Die Stadtwerke bitten Sie um Verständnis, dass nur Kästen umgestaltet werden können, die deren Eigentum sind. Kästen der Deutschen Telekom, der Verkehrssteuerung, der Deutschen Post o. ä. können sie leider nicht in die Projektliste aufnehmen. Es sollte auf dem Kasten ein Hinweis auf die Mainzer Stadtwerke AG, die Mainzer Netze GmbH oder die Mainzer Fernwärme GmbH angebracht sein. Ihr Wunschmotiv wird gerne mit aufgenommen, allerdings kann nicht garantiert werden, dass dieses auch umgesetzt werden kann.
Sollten Sie Interesse haben, einen unserer Künstler für private Aufträge wie Garagentore, Hauswände o. ä. zu engagieren, vermitteln die Stadtwerke Ihnen gerne den Kontakt.

(Stadtwerke AG/TB)

Die neue ELSA ist da

Die neue ELSA ist da

Foto der Elsa

Diesmal mit:

  • Ist der Frühling wieder da?
  • Lesen macht stark
  • Mainz Zero zur OB-Wahl
  • Trauercafé
  • Buchhandel in Gonsenheim
  • Suchtipps, Termine und vielem mehr

Die Onlineversion kann ab sofort hier heruntergeladen werden. Die Printausgabe wird in den nächsten Tage ausliegen.

Viel Spaß beim Lesen.

Eure ELSA-Redaktion

Gedanken von Jugendlichen zur Fastenzeit

Gedanken von Jugendlichen zur Fastenzeit

Ein Gespräch mit Konfirmanden der ev. Kirchengemeinde Gonsenheim

Drei JugendlicheFrieda (13), Martha (14) und Karl (13) sind drei quirlige Jugendliche, voller Lebensfreude und sympathischem Auftreten. Die drei Achtklässler*innen kennen sich schon seit der Grundschule und sind immer noch befreundet, auch wenn sie mittlerweile unterschiedliche Gymnasien besuchen. Im Konfirmandenunterricht sind sie wieder vereint, aber betonen auch, dass es ihnen wichtig ist, dass man dort auch neue Leute kennenlernt. Das passt zum Erwachsenwerden, die Peer Group (Clique von gleichaltrigen Menschen mit ähnlichen Interessen) gewinnt an Bedeutung und der Aktionsradius weitet sich aus. Auf die Frage, was Ihnen zum Thema „Fasten“ einfällt, nennt Frieda spontan die Begriffe „Ostern“ und „Ramadan“. Sie selbst ist dem Fasten gegenüber offen eingestellt, gibt aber auch freimütig zu, dass es ihr schon schwerfällt und sie es meist nicht durchhält.

Das kann Karl bestätigen und fragt sich, was Fasten für einen Sinn macht, wenn man es doch nicht durchhält. Jeder der Drei versucht, anders zu fasten. Bei Martha sind es klassisch die Süßigkeiten, auf die sie verzichtet. Bis Aschermittwoch darf sie das Süße noch essen, was an Fastnacht ergattert wurde, dann beginnt die Herausforderung, meistens mit schwankendem Erfolg. Bei Karl kommt eine Einschränkung bei der Ernährung nicht in Betracht, was bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum immer problematisch sein kann. Er hat sich vorgenommen „Zeit zu opfern“ und zusätzliche Tätigkeiten im Haushalt zu übernehmen, ordentlicher zu sein und sein Zimmer aufzuräumen. Martha hat noch eine andere Erfahrung gemacht und hat, als ihre Familie im Urlaub war, auf die Smartphone Nutzung verzichtet. Sie empfand das als eine Entlastung und wohltuend.

Alle Drei haben auch schon die Genuss-steigernde Wirkung des Fastens erfahren, egal, ob nur ein paar wenige Tage gefastet oder doch länger durchgehalten wurde. Eine Einschränkung am Smartphone sehen sie nicht, da die Eltern die tägliche „Bildschirmzeit“ ohnehin schon auf eine Stunde begrenzt haben.

Drei Teenager auf der Suche, diese drei Teenager werden es aber auch meistern, keine Frage.

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