8. Juni 2023 | Alle, Aktuelles, Gonsenheim
Der geplante sechsspurige Ausbau der A 643 durch den Lennebergwald löst Widerspruch aus
Der geplante sechsspurige Ausbau der A 643 durch den Mainzer Sand und den Lennebergwald hat schon viel Widerspruch ausgelöst. Eine Petition „Kein Ausbau der Autobahn 643 durch die Naturschutzgebiete“ hat 13.376 Unterschriften erreicht! Ein toller Erfolg, der zeigt, dass für immer mehr Menschen der Schutz der Natur wichtiger ist als ein – grundsätzlich fragwürdiger – Autobahnausbau.
Die Petition richtete sich direkt an Bundesverkehrsminister Wissing. Leider hat er es abgelehnt, die Unterschriften entgegenzunehmen. Er verweigerte sich dem Dialog. Das Bündnis „Nix in den (Mainzer) Sand setzen“, welches die Proteste koordiniert, hat deshalb eine Wissing-Attrappe, also einen Pappkameraden, gebastelt. Im Rahmen einer kleinen Kundgebung neben der Landesgeschäftsstelle der FDP in Mainz wurden die Unterschriften symbolisch der Attrappe umgehängt. Dem echten Wissing wurden sie dann per Post zugeschickt. Auf der Kundgebung sprachen Heinz Hesping (Sprecher des Bündnisses), Jürgen Weidmann (Arbeitsgemeinschaft der Mainzer Naturschutzverbände), Christian Henkes (Vorsitzender NABU Mainz und Umgebung), und Sabine Yacoub (Landesvorsitzende BUND). Greenpeace-Aktivisten (Dörte Lütvogt und Oleg Cernavin) bereicherten die Kundgebung durch lustige Verse und Parolen.
In der Sache selbst ist das Bündnis nach wie vor der Auffassung, dass das laufende Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Mombach bis Gonsenheim ausgesetzt werden bzw. ruhen sollte, bis die drei Großbaustellen Schiersteiner Brücke, Schiersteiner Kreuz und Salzbachtalbrücke (auf hessischer Seite) fertiggestellt und dem Verkehr übergeben sind. Es spricht viel dafür, dass danach der Verkehr ausreichend flüssig laufen wird. Damit bliebe auch Zeit, die Konsequenzen aus der noch ausstehenden Stellungnahme der EU-Behörden zu bedenken. Eine solche Vorgehensweise dürfte auch der aktuellen Situation des Bundeshaushaltes entsprechen. Die finanzielle Lage angesichts des Ukraine-Krieges und der maroden Infrastruktur in Deutschland gebietet es zwingend, nicht unbedingt notwendige Maßnahmen hintanzustellen. Insofern ist zu begrüßen, dass die A 643 nicht in der so genannten „Beschleunigungsliste“ des Ministeriums enthalten ist. Sie enthält 145 Autobahnprojekte, die vorrangig umgesetzt werden sollen. Es ist schon mal ein Erfolg, dass die A 643 nicht dabei ist.
Dennoch ist das Vorhaben damit natürlich nicht vom Tisch. Sollten die Bundesbehörden das Planfeststellungsverfahren gegen jede Vernunft „durchziehen“, ist mit zeitraubenden Klageverfahren zu rechnen.
(Heinz Hesping)
31. Mai 2023 | Alle, Aktuelles, ELSA-Zeitung, In eigener Sache, Gonsenheim
Diesmal im Heft:
- Infos zu den Feierlichkeiten zum Jubiläum der Elsa-Hochhäuser

- Informationen zur Mainzer Ferienkarte
- Neues aus vom Flüchtlingsnetzwerk
- Sänger*innen gesucht im ElsaChor
- Geschichten aus der Elsa
- viele Veranstatungstipps
- und vielem mehr …
Das PDF kann hier runtergeladen werden. Die gedruckte Version liegt nächste Woche aus.
31. Mai 2023 | Alle, Aktuelles, Angebote, In eigener Sache, Gonsenheim, Kinder
Wöchentliches Angebot im Stadtteiltreff für Grundschulkinder

Hallo, ich heiße Julia, bin 22 Jahre alt und studiere an der JGU Mainz Wirtschaftswissenschaften. In meiner Freizeit höre ich gerne Musik, treffe mich mit Freunden und betreue die Kinderwerkstatt im Stadtteiltreff!
Hallo! Mein Name ist Michaela und ich bin seit Oktober 2022 in der Kinderwerkstatt. Ich studiere Erziehungswissenschaft und evangelische Theologie an der Uni Mainz. Ich habe große Freude daran, mit den Kindern sportlich aktiv und kreativ zu sein und finde es wertvoll, dass der Stadtteiltreff Kindern dafür Raum bietet.
Jeden Montag (außer in den Ferien) zwischen 15.30 und 18 Uhr sind alle Kinder (7 – 11 Jahre) eingeladen, bei unserer Kinderwerkstatt mitzumachen. Spielen, Basteln, kreativ sein in Gemeinschaft mit anderen, das kannst Du hier jede Woche erleben!
(Julia)
28. Mai 2023 | Alle, Aktuelles, In eigener Sache, Gonsenheim
Der Stadtteiltreff Gonsenheim bleibt in den nächsten Tagen geschlossen

24. Mai 2023 | Alle, Aktuelles, Gonsenheim
Mitstreiter für Urban Gardening Projekt gesucht
„Urbane Landwirtschaft, auch Urban Gardening, ist die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld. Die nachhaltige Bewirtschaftung der gärtnerischen Kulturen, die umweltschonende Produktion und ein bewusster Konsum der landwirtschaftlichen Erzeugnisse stehen im Vordergrund.“ (Wikipedia.)
Aufgrund des Klimawandels bekommt Urban Gardening immer mehr Bedeutung.
Mein Name ist Johanna und ich lebe jetzt seit knapp 2,5 Jahren in Gonsenheim und würde hier gerne ein Urban Gardening Projekt ins Leben rufen. Dazu hat mich vor allem das Konzept der Essbaren Stadt inspiriert. Das aktuelle Musterbeispiel dafür dürfte wohl die Stadt Andernach sein, die mit ihrem Projekt ökologische, soziale und kulturelle Ziele verfolgt. Dort wurden diverse Kräuter- und Gemüsebeete zur freien Verfügung der Bewohner angelegt.
Jährlich wird dort eine bestimmte Pflanze in den Mittelpunkt gestellt. Dazu gibt es entsprechende Informationen. Nachdem 2010 die Anpflanzung von 101 Tomatensorten auf die Biodiversität im Bereich der Nutzpflanzen hingewiesen hatte, konnte dies 2011 mit Pflanzung von Bohnen fortgesetzt werden. Hierfür wurden Beete mit Nutzpflanzen angelegt. In den folgenden Jahren kamen verschiedene Obstbäume, Salate, Zucchini, Beeren, Kräuter – und sogar Hühner und Schafe mitten in der Stadt dazu. Auch Bienen bevölkern die Stadt inzwischen.
Andernach möchte seine Grünflächen langfristig als grüne und nachhaltige Stadt lebendig und vielfältig entwickeln. Hierbei stehen vor allem Aspekte der Nachhaltigkeit, der Biodiversität und der urbanen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Erklärtes Ziel der Umgestaltungen ist es, zukünftig die städtischen Grünflächen wieder erlebbarer zu machen. Hierbei soll das städtische Grün nicht nur für die Augen, sondern auch durch Duft und Geschmack erlebbar gestaltet werden.
Dabei gilt es, auch in Städten Lebensmittel wieder erlebbar zu machen. Auch soll die städtische Bevölkerung hierdurch mehr für das öffentliche Grün sensibilisiert werden und gegebenenfalls in die Nutzung und Pflege eingebunden werden. Mit der Pflege der Beete wurden teilweise langzeitarbeitslose Menschen beauftragt.
Auch in Mainz gibt es bereits einzelne Initiativen wie zum Beispiel der Bürgergarten auf dem Romano-Guardini-Platz. Ganz in diesem Sinne und mit Blick auf den Klimawandel und die Förderung der Artenvielfalt in Gonsenheim wäre ein Urban Gardening Projekt meiner Meinung nach sinnvoll und vielversprechend.
Jetzt geht es zunächst vor allem darum, Menschen zu finden, die Interesse haben, sich an einem derartigen Projekt zu beteiligen. Dabei gibt es zu bedenken, dass Gärtnern natürlich immer auch mit Arbeit verbunden ist. Aber da sich das Vorhaben noch in der Planungsphase befindet, haben Mitstreiter die Chance, von Anfang an dabei zu sein und mitzureden, was wann und wie gemacht wird.
Die nächsten Schritte wären jetzt, einen Standort zu finden und mit der Stadt Kontakt aufzunehmen. Diverse Kontakte zu ähnlichen Projektträgern und Multiplikatoren in Gonsenheim bestehen bereits.
Auch die Frage der Finanzierung müsste in der Planungsphase natürlich geklärt werden.
(Johanna Knaudt)
INFO&KONTAKT
Johanna Knaudt
mail@stadtteiltreff-gonsenheim.de