4. Nov. 2022 | Alle, Aktuelles, Kultur
Janine Hofeditz stellt Ihre „Fengard Chroniken“ vor
Fast ein Jahr ist es her, dass Janine Hofeditz, unsere frühere Brotkorbleitung und geschätzte Kollegin, unseren Verein berufsbedingt verlassen musste. Einfache Witze bis hin zu tiefgründigsten Gesprächen … alles konnte man mit ihr teilen. Was gewiss auch an ihrem vielseitigen Leben liegt. Sie studierte Theologie, Personalmanagement und einiges andere, wenn auch nicht immer bis zum Ende, wie sie von sich selber sagen würde. Sie war Sängerin, Lehrerin, Lektorin und auch Predigerin. Ein spannendes Leben schreibt spannende Geschichten. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge mussten wir sie damals gehen lassen. Das lachende auch nur, weil wir wussten, dass sie dadurch ihrer großen Leidenschaft mehr nachgehen konnte. Denn was viele nicht wussten, Janine ist auch noch Autorin, sie schreibt nämlich nebenbei Bücher! Und zwar keine kleinen Taschenbücher oder Kurzgeschichten. Zu meinem(!) Glück auch keine Liebesromane al la Rosamunde Pilcher. Janine schreibt Fantasieromane und nimmt die Leser*innen mit in eine Welt voller fliegender Elfen, zaubernder Hexen und Feuer speiender Drachen. Und das schon zum vierten Mal, und seit gut fünf Jahren schreibt sie über die Geschichte „Fengards“. Über das Leben von Larkin, einem Hexer, wie es ihn in der von Janine geschaffenen Zauberwelt nur selten gibt, da das Hexen eigentlich eher der weiblichen Spezies vorbehalten ist. Deshalb lebt er zurückgezogen für sich alleine, fernab des Königreichs Fengard. Bis er auf den verletzten Kian trifft, der, wie sich herausstellt, der Sohn des Königs ist. Bei Larkin mit seinen Hexerfähigkeiten in bester Gesellschafft, begeben die beiden sich auf ihre Reise, auf die sie Sie gerne mitnehmen. Zwar stellte Janine hier schon den vierten Teil der Fengard Chroniken „Gesang der Schatten“ vor, doch sind auch die anderen Teile sehr lesenswert. Zudem bilden sie das Fundament für den neuesten Teil. Zwar soll es der letzte Teil der Reihe sein, wie Janine auch auf ihrer Homepage angibt. Doch lässt sie es sich selbst noch offen, vielleicht irgendwann nach Fengard zurückzukehren. Ein Supergeschenk zu Weihnachten für jede Leseratte.
(OW)
Janine Hofeditz: Die Fengard Chroniken / Gesang der Schatten
epubli; 4. Edition (8. Oktober 2022), Taschenbuch 400 Seiten, ISBN: 978-3756536627, € 14,99
29. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles, ELSA-Zeitung, Gonsenheim
…und kann ab sofort online abgerufen werden.
Ab nächster Woche ist auch die Print-Version verfügbar.
Themen dieser Ausgabe:
- Janine Hofeditz stellt Ihre „Fengard Chroniken“ vor
- Energie sparen, wie kommen wir durch den Winter
- Gefühl der Ohnmacht durch bewusstes Handeln besiegen
- Eine erneuerbare Energieversorgung in Bürgerhand
- …
Eure ELSA-Redaktion
28. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles, Angebote
Fröhliche Runde beim Frauenfrühstück
Sie sind allein zu Haus? Oder Frühstücksmuffel? Bringen Sie doch ein wenig Abwechslung in Ihren Alltag, z.B. mit einem Frauenfrühstück im Stadtteiltreff. Einmal im Monat treffen sich hier Frauen und bringen mit, was sie mögen. Also etwas zum Essen, nicht die Männer. So ergibt sich am Buffet ein bunter Mix aus Brot, Weck, Wurst, Käse, Quark und Obst. Dazu gibt es Tee und fair gehandelten Kaffee, aber auch Wasser und Saft.
Klar könnte man das auch daheim essen, aber viel wichtiger ist die gemeinsame Unterhaltung. Da kann es um politisches Tagesgeschehen gehen oder den neuesten Klatsch aus Gonsenheim, um Urlaubserinnerungen, gegenseitigen Rat oder den Austausch von Rezepten. Oft wird auch einfach nur gescherzt und gealbert. Manchmal werden auch Expertinnen eingeladen, z.B. von der Hospizgesellschaft, vom Betreuungsverein, Autorinnen haben schon ihre Bücher vorgestellt und mit Kräutersammlerinnen waren wir in der Natur unterwegs. Eine Malerin brachte uns ihre Kunst näher und eine Abenteuerin ließ uns über ihre Wanderungen durch die amerikanischen Nationalparks staunen.
Gerne können noch Frauen dazu kommen, willkommen sind Frauen jeden Alters, ohne Anmeldung oder Anwesenheitspflicht. Also schon mal den 13. Oktober vormerken, dann ist von 9:30 Uhr bis 11.30 Uhr die Tür des Stadtteiltreffs geöffnet. Und am besten gute Laune mitbringen.
(IW / MH)
20. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles, Ausstellung, Gonsenheim, Kultur, Veranstaltung
Photographien von Thomas Bartsch
Gezeigt werden photographische Werke seines Schaffens, eine Auswahl der letzten 20 Jahre – eben eine „Feinste Auslese“.
Seinen Einstieg in die Fotografie fand Thomas Bartsch bereits in der Schule. Fotografie hatte für ihn immer zwei Zwecke: Zum einen waren es „Gebrauchsfotos“, die er zum anderen dann für seine zweite Leidenschaft benötigte, dem Grafikdesign. Die Fotos fanden Platz in Broschüren und Büchern, auf Plakaten, Flyern, CD-Bookletts und, und, und…
Thomas Bartsch bzw. seine Arbeiten sind Ihnen wahrscheinlich vom Stadtteiltreff her bekannt. Hier ist er zuständig für alle grafischen Arbeiten, Fotos, Homepage und Projektarbeit. Daneben geht es aber auch um die reine Ästhetik, die sich in seinen Fotos wiederfindet. Eine Ästhetik, die auch Zerstörung, Vergänglichkeit und das Destruktive darstellt. Ob analog oder digital, die Technik war und ist ihm niemals Selbstzweck, sondern ein Werkzeug. Was zählt sind mehr die Idee und die Bildkomposition oder, ganz banal, der richtige Moment, den Auslöser zu drücken. Trotz einer ausgeprägten Motiv-Vielfalt spielt Thomas auch gerne mit dem geschickten Weglassen, dem Ausschnitt, dem Nichtzeigen. So treten Strukturen in den Vordergrund, der Blick wird gelenkt, führt in eine vertraute Welt, die doch neue Rätsel aufgibt.
Die Ausstellung wird unterstützt und kuratiert von Charlie Engel. Vielen Dank für die lange, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

hier geht’s zum Clip zur Veranstaltung
14. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles
Über vergessene Diskussionen und vergessene Zusagen

Denjenigen, die damals die Diskussion in der Presse verfolgt haben, als es um die Suche nach einem Standort für das neue Fußballstadion ging, sind sicherlich noch ein paar Diskussionspunkte im Gedächtnis geblieben, die das Ringen um die Entscheidungsfindung so zäh gestalteten. Und die Punkte, die den Standort am Europakreisel betrafen, scheinen bei der heutigen Diskussion keine Rolle mehr zu spielen, zumindest tauchen sie nicht prominent in der Berichterstattung der örtlichen Presse auf. Hier fassen wir ein paar der diskutierten Punkte zusammen.
Frischluftzufuhr für die Innenstadt
Einer der wichtigsten Ausschlusskriterien für eine Bebauung des Gebietes westlich der Universität war, dass die Frischluftzufuhr, von den „Hochebenen von Finthen“ kommend, zur Stadt gestört wird. Gerade in diesem Sommer merkten wir schmerzhaft, wie die Stadt aufheizt und die Hitze wie in einer Käseglocke gefangen war, so mancher Kreislauf wurde auf das Äußerste strapaziert. Jede auch noch so geringe Luftbewegung war willkommen. Dass die nächsten Sommer besser werden, ist zur Zeit nicht absehbar, der Klimawandel hat uns fest im Griff.
Wertvolle Ackerböden
Ganz aus dem Blickfeld verschwunden ist, dass mit einer Bebauung um den Kreisel wertvolle Böden verloren gehen. Schon bei der Vorbereitung zum Stadionneubau war es undurchsichtig, ob Landwirte ihr Land nicht verkaufen wollten, da es Grundlage ihres Schaffens war, oder doch eher Bodenspekulanten ihr Unwesen trieben. Tatsache ist, dass mit Böden und deren Verknappung viel Geld zu verdienen ist. Mit dem Ergebnis, dass selbst für Flächen, für die noch nicht einmal eine Bauerwartung zu erhoffen ist, die Preise ins Uferlose schießen. Vollerwerbslandwirte sind aber auf diese Böden angewiesen, damit sie lohnend wirtschaften können.
Eine vierte IGS
Seit langem ist schon klar, Mainz braucht eine vierte Gesamtschule, die Nachfrage ist enorm. Und wenn man sich die Verteilung der anderen Gesamtschulen (Bretzenheim, Hechtsheim und Oberstadt) anschaut, ist der Standort am Europakreisel als bestmöglicher Standort anzusehen. Von dort hätten die Stadtteile Finthen, Gonsenheim, Mombach und Drais besten Zugang. Durch die Mainzelbahn ist sogar der Lerchenberg bestens angeschlossen. Das stand so fest, dass selbst die Interimslösung im Heiligkreuzviertel den Namen „IGS am Eurokreisel“ trägt. Mittlerweile steht aber auch fest, dass es keinen Neubau am Kreisel geben wird, um Platz zu schaffen für den Biotech-Hub. Ebenso wird argumentiert, dass bereits 4 Millionen in die Zwischenlösung investiert wurden und dass nebenan ein „neuer Stadtteil“ entsteht. Weitere Überlegungen, die weit fortgeschritten sind, sind die, wie eine Anbindung an das Straßenbahnnetz aussehen kann, damit die Schüler aus dem Nordwesten der Stadt dort problemlos hinkommen können.
Der Biotech-Hub
Schon vor Corona war BioNTech auf Wachstumskurs. Neue Techniken zu körpereigenen, immunbasierten Therapien in der Krebsforschung waren mehr als vielversprechend. Der Impfstoff, den BioNTech produzierte, lieferte auch den Beweis für Möglichkeiten des neuen Verfahrens, und der Erfolg liefert auch das finanzielle Polster zum Wachsen. Dabei reichen die Liegenschaften „An der Goldgrube“ nicht aus, selbst das geplante neue Wohnquartier wurde verkleinert und brachte damit die Flächen am Eurokreisel ins Gespräch. Für viele Start-Ups in der Branche fehlt es vor allem an Laborflächen. Bleibt zu hoffen, dass die Stadt nicht zu klein denkt.
Hochschulerweiterung
Und dann gibt es noch die Fachhochschule. Seit vielen Jahren wurde der FH versprochen, einen Ersatz für den Standort in der Rheinstraße zu schaffen und so alle Fachbereiche in der Lucy-Hillebrand-Straße zu vereinen. Bei einer Veranstaltung der FH in dem alten Gebäude nach dem aktuellen Planungsstand gefragt, kam nur ein müdes Lächeln, keiner glaubte mehr an eine zeitnahe Lösung. Im Wettkampf um die besten Köpfe, sowohl bei den Lehrenden wie auch bei den Studierenden, das sind keine guten Voraussetzungen. Die Johannes Gutenberg Universität wird, wenn die neue Mitte im Campus fertiggestellt ist, auch Begehrlichkeiten äußern. Das wiederum spricht aber auch für eine Ansiedlung universitätsnaher Unternehmen.
(TB)
Begriffserklärungen
BioNTech ist eine Forschungseinrichtung und der Hersteller des Impfstoffes mit Hauptsitz in Mainz
Biotech ist die Abkürzung für Biotechnologie
Hub (englisch hub ‚Nabe‘) steht für ‚Knotenpunkt‘, in unserem Sinn ist damit gemeint, die Stadt möchte eine Ansammlung von Biotech-Firmen und -Forschungseinrichtungen, die sich dann gegebenenfalls ergänzen oder zusammenarbeiten. Mainz wäre damit ein Zentrum für Biotechnologie.