7. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles
Wer bekommt welche Hilfen, auf welche Nachzahlungen muss ich mich einstellen, wie kommen wir alle gut durch den Winter?
Was bisher geschah: Ein erstes Entlastungspaket der Bundesregierung umfasste eine Hilfe bei den Spritkosten, die sich aber eher die Mineralölkonzerne unter den Nagel gerissen haben. Das 9 Euro Ticket hat vielen Menschen schöne Sommererlebnisse beschert, eingeschlossen der Einsicht, dass es auf Dauer nicht so günstig bleibt und dass der ÖPNV ja trotzdem ausgebaut werden muss, wenn mehr Leute umsteigen sollen. Grundsicherungsbezieher sollten im Sommer eine Pauschale bekommen haben und im Oktober wird sie an Arbeitnehmer ausgezahlt. Rentner*innen und Studierende mit Minijob können sich freuen, sie bekommen diese Pauschale von 300 Euro auch, die anderen müssen bis Januar 2023 warten. Dann heißt auch die Grundsicherung nicht mehr Hartz IV sondern Bürgergeld, 50 Euro mehr soll es etwa geben je Person (Altersabstufung bleibt). Ob es sonst zu Verbesserungen dieses schlechten Systems kommt, kann man noch nicht wirklich einschätzen. Und viel mehr Menschen sollen Anspruch auf Wohngeld haben, genaueres kommt dann bis Januar 2023, da soll das Gesetzt in Form gebracht sein.
Sie sehen, es ist noch vieles ungewiss. Sinnvoll ist aber auf jeden Fall, Anträge auf Wohngeld oder Bürgergeld zu stellen, auch wenn man bisher knapp nicht bezugsberechtigt war oder man wegen der geringen Erhöhung der Unterstützung den Aufwand scheute – alleine wegen der Pauschalen, die einem möglicherweise entgehen würden, lohnt sich die Antragstellung auf jeden Fall. Die Kostensteigerungen allgemein werden auf ca. 10 % in Europa geschätzt, wir alle merken es bei jedem Einkauf. Bei den Stromkosten kommt vielleicht ein Deckel, aber wenn der draufgesetzt wird, sind wir schon etwa bei einer Verdoppelung seit der letzten Abrechnung. Bei den Heizkosten muss man sogar mit einer Verdreifachung rechnen. Die Kostenexplosion erreicht uns aber erst mit der nächsten Abrechnung, dafür sollte man Geld zurücklegen. Bei Strom also das, was man als Abschlag hat, nochmal für jeden Monat ansparen, bei Heizen den doppelten Betrag pro Monat zurücklegen. Auch wenn man nicht gekündigt werden kann, weil man die Nachzahlung nicht leisten kann, das Geld bekommt man dann nicht geschenkt, man ist in Zahlungsrückstand und muss ggf. noch mit Zinsen auf den Rückstand rechnen.
Wichtig: Wenn Sie Grundsicherung erhalten, ist die Heizung nicht Ihr Problem, solange Sie nicht überdurchschnittlich viel verbrauchen. Die steigenden Kosten hat der Grundsicherungsträger, also Job-Center oder Sozialamt zu tragen. Ich will jetzt nicht versprechen, dass es nicht Job-Center geben wird, die versuchen, die Nachzahlung abzulehnen. Aber wenn es nur um die steigenden Kosten geht, dürfen die das nicht. Wenn Sie Probleme haben, kommen Sie zu uns in die Beratung. Die explodierenden Stromkosten allerdings müssen die Grundsicherungsempfänger selbst tragen, das wird schwer genug.
In der Oktober-Ausgabe der Elsa haben wir einige Tipps zum Thema zusammengetragen. Aber jeder hat auch eigene Ideen, wo und wie man noch einsparen kann, um durch den Winter zu kommen. Dicke Pullis können da auch ein Teil der Lösung sein!
(hes)
4. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles, In eigener Sache, Gonsenheim
Arbeitsgruppe „50 Jahre Hochhäuser in der Elsa-Brändström-Straße“ gestartet
Jetzt geht es so richtig los, der Stadtteiltreff hat seine Vorbereitungen zum Geburtstag der Hochhäuser gestartet und die Arbeitsgruppe hat sich ein erstes Mal getroffen. Wussten Sie, dass auf dem Gelände, auf dem heute Tausende Menschen in Hochhäusern wohnen, mal eine Schießanlage stand? Schlimmer noch, im Schießstand Nr. 6 fanden Hinrichtungen der Nazis statt. Und der Sohn des Hitler-Architekten Albrecht Speer war Architekt in der Planung für die Elsa. Und Fluggeschichte wurde auch geschrieben im Mainzer Sand. Was für ein Grund und Boden, dessen Geschichte wir uns hier annehmen.

„Ich blicke von meinem Küchenfenster auf die Hochhäuser der Elsa“, berichtet eine Teilnehmerin. Eine andere hat sowohl in einem Reihenhaus wie auch in einem der Hochhäuser gewohnt.
Unser Elsa-Zeitungsarchiv wurde schon durchstöbert ebenso wie das Stadtarchiv, insgesamt 7 Personen umfasst die Arbeitsgruppe schon und es dürfen noch mehr werden.
Das nächste Treffen ist schon bald, am 10.10. um 17 Uhr, machen Sie mit, die Geschichte der Hochhäuser, in Ihrem Stadtteiltreff. Bis Weihnachten wird recherchiert und gesammelt, dann wollen wir im Frühjahr unsere Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich machen, seien Sie dabei!
(hes)
Clip 50 Jahre Hochhäuser
Aufruf! Wir brauchen Bilder
Für unsere Veröffentlichungen und Veranstaltungen rund um das Jubiläum brauchen wie noch Fotos. Die vor den Beginn der Bauarbeiten entstanden sind und die Landschaft (oder auch die Schießstände) der heutigen Elsa-Brändström-Straße zeigen. Fotos während der Bauarbeiten und aus der Zeit als die ersten Bewohner eingezogen sind. Oder alles was interessant sein könnte. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir werden Ihr Material scannen und Sie bekommen alles unbeschädigt zurück.
1. Okt. 2022 | Alle, Aktuelles, ELSA-Zeitung, Gonsenheim
…und kann ab sofort online abgerufen werden.
Nächste Woche ist die Zeitung auch als gedruckte Ausgabe verfügbar.

Diesmal in der Ausgabe:
- Schwerpunktthema: die Energiekrise und Sparmöglichkeiten
- AG 50 Jahre Elsa-Brändström-Straße
- Was passiert am Europakreisel?
- Frauenfrühstück
Viel Spaß beim Lesen.
Eure ELSA-Redaktion
23. Sep. 2022 | Alle, Aktuelles, Housing Aera, Gonsenheim
Neue Fernseher in der Housing Area kommt gut an
Für einen Menschen, der aus seinem Heimatland geflohen ist, stehen die Kommunikation mit den zurückgelassenen Angehörigen und die Nachrichten aus der Heimat an erster Stelle. Und ein Fernseher ist das begehrteste, wenn auch teure Gerät, um Nachrichten von zu Hause zu empfangen und gleichzeitig eine Quelle der Unterhaltung für die ganze Familie.

Bildrechte beim Stadtteiltreff Gonsenheim e.V.
Außerdem unterstützt das Medium beim Deutsch lernen; dadurch, dass die deutsche Sprache immer präsent ist, fällt es den Geflüchteten leichter, den Klang der ihnen doch so fremd klingenden Sprache zu verinnerlichen.
Miteinander Gonsenheim freut sich darauf, in den nächsten Wochen 14 neue Fernseher in den Wohnräumen der Bewohner der Housing Area zu installieren. Mit der Unterstützung der Stiftung Juvente (die sich um die in der Housing Area lebenden Flüchtlinge kümmert) werden viele Bewohner der Housing Area in Gonsenheim Zugang zu ihrer Heimat und der Welt haben.
16. Sep. 2022 | Alle, Aktuelles, Angebote, In eigener Sache, Gonsenheim

Flüchtlingsnetzwerk Miteinander Gonsenheim rief die Aktiven zusammen
Tatsächlich, es war ein lauschiger Sommerabend, als am 14. Juli viele Aktive unseres Flüchtlingsnetzwerkes Miteinander Gonsenheim zusammen kamen, um sich über ihre Arbeit auszutauschen, auch mit den Geflüchteten in der Housing Area. Beverly und Stephan hatten einen Donnerstag gewählt, direkt im Anschluss an das Kinder-Hausaufgaben- und Spielprogramm und so waren noch viele Kinder am Spielplatz, mit Eltern kam man ins Gespräch, Menschen aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine und natürlich viele Deutsche.
Die Kinder erfreuten sich an den Getränken, die der Stadtteiltreff aufgebaut hatte, man musste ein bisschen aufpassen, dass sie auch für die Erwachsenen noch einen Becher Wasser übrig ließen. Diese hörten erst von Beverly einiges zum aktuellen Programm, Fahrradwerkstatt, Sprachkurse, Hausaufgabenhilfe und Spieletreff, Musiksonntag und vieles mehr – alles Angebote in der Housing Area und für alle Angebote werden noch Helfer*innen gesucht.
Dann ging es in „Mauschelgruppen“ – man fand sich in Formationen mit ca. 5-15 Menschen zusammen, unterschiedliche Nationalitäten, Verständigung mit wenig Sprache, in Englisch, mit Übersetzer*in oder einfach mit Hilfe einer App. Wer bist Du, lebst Du hier, machst Du ehrenamtlich bei Angeboten von Miteinander Gonsenheim mit, man tauschte sich aus. Das ging trotz aller Sprachbarrieren gut, es wurden Kontakte geknüpft und ausgetauscht. Nach drei Runden a 15 Minuten hatte fast jede*r mit jedem gesprochen, eine sehr schöne Begegnung. Beverly und Stephan machten noch Werbung für die nächsten Aktivitäten, z. B. die Renovierung eines Raumes im Gemeinschaftshaus und ein Dreck-Weg-Tag. Sie luden alle ein, aktiv zu werden und zu bleiben. Und wenn Sie jetzt denken, oh, da wäre ich auch dabei, kein Problem, einfach Kontakt aufnehmen!
(hes)
INFO&KONTAKT
Miteinander Gonsenheim
c/o Stadtteiltreff Gonsenheim
Beverly Seebach
E-Mail: miteinander-gonsenheim@stadtteiltreff-gonsenheim.de